Stadt Zürich

Verbot an Sihlufer: «Hündeler» decken Stadt Zürich mit Rekursen ein

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Zürcher «Hündeler» wehren sich gegen ein geplantes Verbot ihrer Lieblinge am rechten Sihlufer auf der Allmend Brunau. Sie haben bei der Stadt deshalb 190 Einsprachen eingereicht.

Hundebesitzerinnen und -besitzer wehren sich gegen die Sperrung eines Uferstreifens an der Sihl. Viele schickten deswegen Einsprachen an die Stadt Zürich.
Hundebesitzerinnen und -besitzer wehren sich gegen die Sperrung eines Uferstreifens an der Sihl. Viele schickten deswegen Einsprachen an die Stadt Zürich. - KEYSTONE/CLAUDIO THOMA

Innerhalb der Einsprachefrist sind rund 190 Begehren um Neubeurteilung eingegangen, wie die Sicherheitsdirektion der Stadt Zürich am Donnerstag auf Anfrage von Keystone-SDA mitteilte. Die Zahl könne sich aber noch leicht verändern, etwa wenn Einsprachen noch zurückgezogen würden. Die Einsprachen würden nun geprüft.

Die Stadt Zürich will ab kommendem März 450 Meter des rechten Sihlufers zur Hundeverbotszone erklären. Als Begründung führt sie unter anderem das stark gewachsene Quartier Manegg in der Nähe an. Auch eine Bevölkerungsbefragung aus dem Jahr 2023 führte sie ins Feld. Der hundefreie Zugang sei demnach gewünscht worden.

Bei den «Hündelern» stiessen die Pläne der Stadt auf grosses Unverständnis. Die Sihl sei kein Badefluss, war oft zu hören. Und die Alternative für Hunde am linken Sihlufer sei in der prallen Sonne und nur wenige Meter vom Waldrand entfernt. Letzteres würde heissen, dass die Hunde von April bis Juni an der Leine bleiben müssten, um die Wildtiere zu schonen.

Sihlufer als Hundeverbotszone: Eine gute Idee?

SVP-Gemeinderat und Dackelhalter Johann Widmer koordiniert den «Hündeler»-Widerstand mit einer Website. Auf dieser konnten Hundebesitzer Vorlagen für die Einsprachen herunterladen.

Widmer bezeichnet den Entscheid der Stadt als «weltfremd». Hunde könnten etwa vom anderen Sihlufer zur hundefreien Zone hinüberschwimmen. Er drohte auch schon damit, einfach weiterhin mit seinen beiden Hunden in der Zone spazieren zu gehen oder die Allmend gar zu «besetzen».

Vor zwei Wochen wehrten sich die Hundebesitzer auch mit einer kleinen Demonstration. Organisator war Fernsehmoderator Salar Bahrampoori – stolzer Besitzer einer Trüffelsuchhündin.

«Die geplante Verbotszone umfasst genau jenen Abschnitt der Sihl, an dem Hunde heute unkompliziert ins Wasser gelangen können», sagte er. Gerade während Hitzeperioden sei dieser Zugang von grosser Bedeutung.

«Die Allmend sollte doch für alle sein. Auch Hunde haben ein Anrecht auf einen Ort, wo sie sich richtig austoben können. Und das hier ist die grösste Freilaufzone in Zürich», so Bahrampoori.

Salar Bahrampoori
Salar Bahrampoori, TV Moderator, demonstriert zusammen mit Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer. - keystone

Unbestritten ist, dass die Allmend bei Hundehalterinnen und Hundehaltern äusserst beliebt ist. Nirgends können sich die Vierbeiner auf so einer grossen Fläche ohne Leine bewegen.

Einschränkungen gibt es bereits: Eine grosse Wiese ist als «Erholungszone» eingezäunt, Hunde müssen draussen bleiben. Auch bei den Sportplätzen sind Hunde nicht erlaubt.

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Kommentare

User #2328 (nicht angemeldet)

Ich unterstütze die Stadt Zürich voll und ganz! Auch wenn Kot aufgenommen wird, es bleibt trotzdem immer etwas am Gras hängen und alles ist voller Urin. Mal Zeit, dass die Stadt die schützt, welche sich dies nicht mehr anschauen können… so wie zb. Ich

User #6026 (nicht angemeldet)

Ich komme mal vorbei um zu schauen wie vorbildlich Sie leben...

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