Hochwasserschutz am Orisbach in Liestal wird fast dreimal teurer
Der Hochwasserschutz am Orisbach in Liestal wird deutlich teurer als geplant. Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat einen Zusatzkredit von 6,4 Millionen Franken. Die Gesamtkosten steigen somit auf 9,8 Millionen Franken.

Die Mehrkosten von 6,4 Millionen Franken sind auf veränderte Rahmenbedingungen zurückzuführen, wie der Regierungsrat in seiner am Mittwoch veröffentlichten Vorlage an den Landrat schrieb. Eine um rund vier Jahre verzögerte Realisierung wegen einer Einsprache bis vors Bundesgericht, seither überbaute Flächen und der schlechte Zustand von Ufermauern verteuerten das Projekt.
Zudem erforderten komplexe Grundwasserverhältnisse aufwendigere Massnahmen, hiess es. Untersuchungen des Untergrunds zeigten ausserdem Belastungen mit Altlasten, was zu zusätzlichen Kosten bei Aushub und Entsorgung führte. Die Ufermauern müssen laut Vorlage komplett neu gebaut und können nicht wie geplant saniert werden.
Überschwemmungen im 2016
Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich neu auf 9,8 Millionen Franken. Der Landrat bewilligte im August 2024 ursprünglich einen Kredit von 3,4 Millionen. Von den Gesamtkosten tragen voraussichtlich Dritte wie der Bund 4 Millionen Franken. Für den Kanton verbleiben Nettoinvestitionen von 5,8 Millionen Franken.
Mit dem Projekt soll die Hochwassersicherheit in Liestal verbessert werden. Der Orisbach führte in der Vergangenheit, etwa im Jahr 2016, zu Überschwemmungen.






