Stadt Luzern

Guido Graf verlässt das Luzerner Sozialversicherungszentrum

Keystone-SDA Regional
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Luzern,

Guido Graf ist per sofort als Präsident des Luzerner Sozialversicherungszentrums WAS zurückgetreten. Grund dafür sind unterschiedliche Auffassungen innerhalb des Verwaltungsrats zur strategischen Ausrichtung und Führung des WAS.

Guido Graf
Der frühere Luzerner Mitte-Regierungsrat Guido Graf verlässt das WAS im Streit. - keystone

Das Sozialversicherungszentrum Wirtschaft Arbeit Soziales (WAS) hatte seinen Betrieb 2019 aufgenommen. Der heute 67-jährige Graf, der damals noch Gesundheits- und Sozialdirektor des Kantons Luzern war, übernahm das Verwaltungsratspräsidium. Er habe nun sein Amt per sofort niedergelegt, teilte die Staatskanzlei am Montag mit.

Grund für den abrupten Abgang sind unüberbrückbare Differenzen im Verwaltungsrat. Um die Umstände zu prüfen, habe der Regierungsrat eine externe und unabhängige Untersuchung eingeleitet, teilte die Staatskanzlei mit. Der Regierungsrat will dabei gemäss Mitteilung auch die Fragen der Public Corporate Governance prüfen.

Der Regierungsrat begrüsste aber auch die Demission, denn das auf mehrere Standorte verteilte Sozialversicherungszentrum stehe mit dem Umzug an einen zentralen Standort in Kriens vor einem wichtigen Entwicklungsschritt. Graf habe mitgeteilt, dass er mit seiner Demission den Weg für einen unbelasteten Start freimachen wolle, hiess es.

Das WAS ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt und zuständig für die AHV, die IV, die Arbeitslosenentschädigung, die Prämienverbilligungen, die Familienzulagen oder die Kurzarbeitsentschädigung.

Graf war von 2010 bis 2023 für die Mitte Regierungsrat. Er war Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartements des Kantons Luzern, dem das WAS zugeordnet ist. Das Departement werde in den nächsten Wochen die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin aufnehmen, hiess es in der Mitteilung. Vorübergehend werde der Verwaltungsrat von Vizepräsident Urs Kneubühler geleitet.

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Kommentare

User #7943 (nicht angemeldet)

Dieser Herr kann froh sein, wenn bei ihm Karma nicht voll zurückschlägt...... kommt er noch gehörig ins Leiden.

User #6497 (nicht angemeldet)

Wurde auch langsam Zeit. Er ist für viel Leid unserer schwächeren Mitmenschen als VR-Präsident der WAS IV verantwortlich. „Karma is a bitch“

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