Gelterkinden BL hält an Einschränkungen beim Wasserbezug fest
Trotz Regenfällen hält Gelterkinden BL an den Verbotsmassnahmen zum Wasserbezug fest. Die Situation hat sich noch nicht entspannt, wie der zuständige Gemeinderat Matthias Schürch (SP) am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Somit dürfen Privatpersonen noch immer nicht ihre Gärten bewässern, Schwimmbecken oder Whirlpools füllen, Fahrzeuge waschen oder Terrassen und Hausplätze mit Wasser reinigen.
Wie anderen Oberbaselbieter Gemeinden machen auch Gelterkinden die Folgen der Trockenheit zu schaffen. Die Niederschläge haben noch nicht zu einer markanten Zunahme der Quellschüttungen geführt. Daher sei es wichtig, die Bevölkerung auch an Regentagen zu sensibilisieren, sagte Schürch.
Die drei Hauptquellen in Gelterkinden liefern aktuell rund 200 Kubikmeter Wasser pro Tag. Das entspricht einer leichten Zunahme von täglich 10 Kubikmetern, ist aber weit von der normalen Schüttung von 800 bis 100 Kubikmetern entfernt. Somit liefern die Quellen gerade mal einen Viertel oder einen Fünftel der normalen Menge.
Keine Bussen und nur zwei Meldungen
Seit der Einführung der Massnahmen am 21. August 2026 haben die Behörden noch keine Bussen ausgesprochen. Es gab bisher nur zwei Meldungen. Diese geringe Zahl sei Ausdruck dafür, dass das Verständnis in der Bevölkerung gross sei, sagte Schürch weiter gegenüber Keystone-SDA.
«Wir leben von unserem Grundwasser», so der Gemeinderat. Doch der Pegel befinde sich auf einem «historischen Tiefstand». Weiter sinken dürfe er nicht, da sich sonst das Wasser trübe. Immerhin hat sich der Pegel leicht stabilisiert und ist in den letzten Tagen wieder leicht gestiegen. Aus der Sicht des Gemeinderats ist es dennoch zu früh für eine Lockerung, wie dieser gemeinsam mit Ormalingen und Rothenfluh diese Woche festhielt.
Während in Gelterkinden und Ormalingen zumindest die Quellwassermenge leicht zugenommen hat, ist in Rothenfluh «keine Erholung» erkennbar. Die Menge geht dort weiterhin zurück, wie es in den «Gmeini Nochrichte Rothenfluh» vom Donnerstag heisst. Die Gemeinde stellt auf dem Friedhof weiterhin Wassertanks zur Verfügung, damit Besucherinnen und Besucher die Gräber ihrer Angehörigen pflegen können.






