Stadt Luzern

Fremdsprachige Kinder sollen Deutsch in Regelklasse lernen

Keystone-SDA Regional
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Luzern,

Schulkinder ohne Deutschkenntnisse sollen in der Regelklasse und nicht in separaten Sprachklassen unterrichtet werden. Dies hat der Luzerner Kantonsrat am Montag bekräftigt.

Kinder sollen unabhängig von ihren Deutschkenntnissen zusammen in die Schule gehen. (Symbobild)
Kinder sollen unabhängig von ihren Deutschkenntnissen zusammen in die Schule gehen. (Symbobild) - KEYSTONE/URS FLUEELER

Das Parlament lehnte ein Postulat von Roger Erni (FDP) mit 76 zu 31 Stimmen ab. Es folgte damit dem Regierungsrat, der erklärt hatte, dass separate Sprachklassen aus «pädagogischer, organisatorischer, integrationspolitischer sowie finanzpolitischer» Sicht mehr Nachteile als Nutzen hätten.

Erni forderte, dass beim Schuleintritt ein Sprachtest durchgeführt wird, um das Deutschverständnis der Kinder zu prüfen. Jene Kinder, deren Deutschkenntnisse für die Regelklasse nicht ausreichen, sollen vorübergehend in separate Sprachklassen aufgenommen werden, die ausschliesslich dem Erlernen der deutschen Sprache dienen.

Erni begründete seinen Vorstoss damit, dass die Zahl der Kinder mit Deutsch als Zweitsprache in Luzern zunehme. Unterstützung von anderen Fraktionen erhielt er aber kaum.

André Renggli (SP) sagte, weil Sprachkenntnisse wichtig seien, müsse das wirksamste Mittel gewählt werden, und dies seien nicht separate Sprachklassen. Diese überzeugten nur auf den ersten Blick.

Integration und Spracherwerb gehörten zusammen, pflichtete Claudia Senn-Marty (GLP) bei. Eine Separierung sei nicht zu unterstützen, sagte auch Gerda Jung (Mitte). Eine Sprache müsse am Puls des Alltags gelernt werden.

Auch Eva Lichtsteiner (Grüne) sagte, ein Spracherwerb bestehe nicht nur aus Aufgaben und Grammatikübungen. Urs Christian Schumacher (SVP) lehnte die Forderung nach separaten Klassen ebenfalls ab, weil sie das Problem nicht an den Wurzeln packten.

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Kommentare

User #5741 (nicht angemeldet)

Diese integrative Schule ist in vielen Kantonen betreut vor längeren gescheitert. Nachhilfe in irgendeiner Disziplin darf nicht die Anderen bremsen, sondern muss die Schwächeren fördern. Das geht nur separiert!

User #5061 (nicht angemeldet)

Jetzt machen die denselben Fehler wie der Kanton Bern.

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