Freiburger Ort Billens-Hennens hat Potenzial für Windkraft
Ein in der Freiburger Gemeinde Billens-Hennens aufgestellter Windmessmast hat rund ein Jahr lang Daten gesammelt. Das Gebiet habe Potenzial für Windkraftanlagen, kommt ein Bericht nun zum Schluss.

Der Bericht wurde von der Firma Meteotest verfasst und bestätigt die Annahmen des Kantons. Die Windgeschwindigkeiten für das Gebiet im Glânebezirk wurden wissenschaftlich nach den geltenden Standards ermittelt, wie die kantonale Direktion für Wirtschaft, Arbeit und Berufsbildung am Freitag mitteilte.
Gemäss den Analysen beläuft sich die theoretische Nettoproduktion einer Windkraftanlage bei einer Nabenhöhe von 100 Metern auf 8,1 Millionen Kilowattstunden pro Jahr und bei einer Nabenhöhe von 150 Metern auf 9,8 Millionen Kilowattstunden pro Jahr.
Der jährliche Stromverbrauch der Haushalte der Gemeinde Billens-Hennens wird auf etwa zwei Millionen Kilowattstunden geschätzt und würde somit durch die Produktion einer einzigen Windkraftanlage mehr als gedeckt werden, kommt der Kanton zum Schluss. Der Bericht zeigt auch, dass die Windkraft mit Solarkraft ergänzt werden könnte.
Die Windmessungen fanden im Rahmen eines Auftrags statt, den der Grosse Rat dem Staatsrat im März 2024 erteilt hatte. Dieser sieht eine Messkampagne an sieben potenziellen Windenergiestandorten vor.
Der Mast in Billens-Hennens wurde Anfang März abgebaut. Als nächstes kommt er im Mai in das Gebiet Collines de la Sonnaz. Ein zweiter Messmast, der in Surpierre steht, wird im Mai abgebaut und kommt voraussichtlich im August in die Gemeinde Sâles.








