ETH Zürich baut in Root LU ein neues Erdbeobachtungszentrum
Die ETH Zürich baut in Root LU ein neues Forschungszentrum. Das Erdbeobachtungszentrum soll im Sommer 2026 eröffnet werden, teilte die Hochschule am Montag mit.

Bis 2030 sollen rund 100 Expertinnen und Experten in Root tätig sein.
Die Wahl sei auf das «D4 Business Village» in Root gefallen, weil es über sofort verfügbare und erweiterbare Flächen sowie eine gute ÖV-Verbindung nach Zürich verfüge, erklärte die ETH Zürich in der Mitteilung. Ausserdem sei das unternehmerische Umfeld mit dem benachbarten Technopark Luzern ausschlaggebend gewesen.
Das «ETH Swiss Geolab» wird Daten aus dem All, aus der Luft und vom Boden, sowie KI-gestützte Analysemethoden und Hochleistungsrechner nutzen. Ziel sind konkrete Anwendungen, etwa zur Früherkennung von Naturkatastrophen oder zur Prognose für landwirtschaftliche Erträge.
Ein erstes Pilotprojekt soll die Früherkennung von Massenbewegungen wie Fels- und Bergstürze durch Satellitenbilder sein. Bestehende kantonale Systeme sollen optimiert und auf die gesamten Schweizer Alpen ausgeweitet werden.
Die Suche nach einem Standort für das «Swiss Geolab» im Kanton Luzern stiess auf grosses Interesse. Bei der Wirtschaftsförderung Luzern waren 46 Bewerbungen eingegangen. Sieben Standorte schafften es schliesslich in die engere Auswahl und wurden von einer ETH-Delegation im Januar besichtigt und vertieft geprüft. Sie befanden sich sowohl in der Stadt als auch in der Agglomeration Luzern.
Mit dem Erdbeobachtungszentrum gewinne der Wirtschaftsstandort Luzern einen «attraktiven Partner», wird der Luzerner Wirtschaftsdirektor Fabian Peter (FDP) in der Mitteilung zitiert. Es entstehe ein «Innovationscluster, von dem der Kanton Luzern und die gesamte Zentralschweiz profitieren», so der Regierungsrat.
Das Zentrum wird laut der ETH Zürich durch eine Spende der Jörg G. Bucherer-Stiftung ermöglicht. Um den Aufbau des Forschungszentrums zu unterstützen, beteiligt sich der Kanton Luzern im Umfang von 2,8 Millionen Schweizer Franken an den Kosten für die Infrastruktur des Standorts.










