Die Region Rorschach kann vom Verkehr entlastet werden

Keystone-SDA Regional
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Rorschach,

In der Region Rorschach wird der neue Autobahnzubringer Witen sowie eine «Kantonsstrasse zum See» gebaut. Die beiden Projekte kosten den Kanton insgesamt 267 Millionen Franken.

Oberhalb von Goldach entsteht eine neue Ein- und Ausfahrt zur Autobahn A1. (Symbolbild)
Oberhalb von Goldach entsteht eine neue Ein- und Ausfahrt zur Autobahn A1. (Symbolbild) - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Der Raum Rorschach mit 25'000 Einwohnerinnen und Einwohnern erhält einen weiteren Autobahnanschluss. Konkret gab es auf der A1 zwischen der Verzweigung Meggenhus und dem Anschluss Rheineck auf einer Länge von 11 Kilometern keine Zu- oder Abfahrt zur Autobahn. Dies wird sich nach dem Ja der Stimmberechtigten ändern. 54 Prozent befürworteten die Vorlage am Sonntag.

Regierung und Befürworter erhoffen sich damit eine Lösung der Verkehrsprobleme in der Region Rorschach. Gegen den neuen Autobahnzubringer sowie die dazugehörende «Kantonsstrasse zum See» wehrte sich ein Bündnis aus Umweltverbänden sowie Grünen und SP mit einem Referendum.

Den Nein-Anteil von 46 Prozent werteten die Grünen in einer Stellungnahme am Sonntag als «Achtungserfolg». Es zeige sich, dass die Bevölkerung grossen Strassenausbauten immer kritischer gegenüberstehe. Auch der VCS bedauerte den Ausgang der Abstimmung in einer Mitteilung. «Der Entscheid ist geprägt vom Irrglauben des letzten Jahrhunderts, dass noch mehr Strassen ein Verkehrsproblem lösen können.»

Oberhalb von Goldach wird es eine Anbindung an die Nationalstrasse geben. Neben vier Rampenbauwerken und Anpassungen beim Rastplatz Sulzberg braucht es dafür auch einen rund 280 Meter langen Tunnel.

Kombiniert werden Zubringer und Autobahnanschluss Witen mit einer neuen «Kantonsstrasse zum See». Die neue Strasse quert die Bahnlinie in einem Tunnel und führt in Rorschach von der Industriestrasse bis zur Thurgauerstrasse.

Die «Kantonsstrasse zum See» kostet insgesamt 207 Millionen Franken. Daran beteiligen sich Goldach und Rorschach mit knapp 9 Millionen Franken. Damit verbleiben für den Kanton 198 Millionen Franken. Weil er sich am Anschluss Witen und dem Zubringer mit 69 Millionen Franken beteiligen muss, liegt der Gesamtbeitrag bei 267 Millionen Franken. Das Geld kommt aus dem Strassenfonds, der unter anderem aus den Motorfahrzeugsteuern geäufnet wird. Die Mittel darin sind für Strassenprojekte reserviert.

Kommentare

User #1683 (nicht angemeldet)

Jede neue oder erweiterte Strasse erzeugt mehr Verkehr (dies zeigt die Vergangenheit) Die Geschichte zeigt aber auch dass wir aus der Vergangenheit nicht lernen (wollen?).

User #1561 (nicht angemeldet)

Dafür geht weiteres Land bachab!

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