Der Otterbach soll künftig oberirdisch durch Basel fliessen
Die Basler Regierung will den letzten Abschnitt des Otterbachs umlegen und revitalisieren. Sie beantragt beim Parlament 2,4 Millionen Franken. Der Bach soll nicht mehr eingedolt, sondern in einem offenen Bachbett entlang der Freiburgerstrasse durch die Langen Erlen fliessen.

Damit wird er unterhalb des Freiburgerstegs, also schrägt vis-à-vis vom Wiesenkreisel, wieder in die Wiese münden, wie die Regierung am Dienstag mitteilte.
Der Otterbach fliesst heute auf der Höhe des Eisernen Stegs aus der Wiese und fliesst entlang der Grenze zu Weil am Rhein durch die Langen Erlen bis zur Freiburgerstrasse. In der Nähe des Bässlerguts verläuft der Bach unterirdisch und mündet an der Hochbergerstrasse in die Wiese.
Das unterirdische Rohr soll künftig als Entlastungskanal bei Hochwassergefahr dienen, wie es im Communiqué heisst. Ein solcher Kanal verhindert, dass der Otterbach bei Hochwasser über die Ufer tritt und die Trinkwassergewinnung in den Langen Erlen gefährdet. Mit der Revitalisierung wolle die Regierung dem Gewässerschutzgesetz sowie der 2006 vom Stimmvolk angenommenen Wiese-Initiative nachkommen, heisst es weiter.
Mit der Verlegung des Bachs werden Fische ohne Hindernisse schwimmen.. Der Otterbach soll damit dem Nachwuchs von geschützten Arten wie der Nase Sicherheit bieten. Auch kleine Fische wie der gefährdete Schneider und das Bachneunauge sollen sich dort ansiedeln können.
Die Basler Regierung geht davon aus, der Bund dieses Vorhaben mit 830'000 Franken unterstützt. Die noch zu sprechenden Bundesgelder werden dem Projekt nachträglich gutgeschrieben. Gibt der Grosse Rat grünes Licht, werden die Bauarbeiten frühestens im Herbst 2027 beginnen. Sie müssen unter anderem mit dem Bau der neuen Brücke der Deutschen Bahn und des Gateway Basel Nord abgestimmt sein, wie die Regierung weiter schreibt.






