Der Kanton Zug legt Geld für kommende Generationen auf die Seite
Der Kanton Zug legt per 2028 900 Millionen Franken in einen neuen Fonds. Dessen Erträge sollen kommenden Generationen finanziellen Spielraum geben.

Wie die Finanzdirektion des Kantons Zug am Freitag mitteilte, soll das «Zukunftskapital» mit angesammelten Überschüssen der Staatsrechnung ausgestattet werden. Kommende Generationen könnten damit von der heutigen finanziellen Stärke des Kantons profitieren, erklärte Finanzdirektor Heinz Tännler (SVP) im Communiqué.
Eine Entnahme aus dem Fonds ist frühestens nach zehn Jahren möglich. Bezogen werden können nur die Finanzerträge des Kapitals und somit nur der Teil, der über 900 Millionen Franken liegt.
Es ist vorgesehen, dass die Mitglieder des Kantonsrats Mittel für einen bestimmten Zweck beantragen können. Die Entnahme erfolge dann mit einem Parlamentsbeschluss, gegen den das Referendum erhoben werden könne, hiess es in der Mitteilung.
Verwaltet werden soll der Fonds von der Finanzdirektion. Die Anlagerichtlinien sollen sich an denen der Zuger Pensionskasse orientieren.
Mit der Schaffung des Fonds setzt der Regierungsrat einen Auftrag des Parlaments um. Dieses hatte vor einem Jahr mit einer Motion verlangt, dass der Kanton in einem separaten Gefäss einen Teil seines Eigenkapitals für künftige Aufgaben halten und bewirtschaften solle. Der Regierungsrat hatte das Ansinnen damals abgelehnt.






