Bernische Stiftung für Agrarkredite reduziert ihre Kreditvergabe

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Bern,

Die Bernische Stiftung für Agrarkredite hat ihre Kreditvergabe reduziert. Seit 2022 zahlt sie mehr Kredite aus, als durch Rückzahlungen wieder zurückfliessen. Nun sind die finanziellen Mittel aufgebraucht.

Die Bernische Stiftung für Agrarkredite reduziert wegen eines Liquiditätsengpasses ihre Kreditvergabe an die Landwirtschaft. (Symbolbild)
Die Bernische Stiftung für Agrarkredite reduziert wegen eines Liquiditätsengpasses ihre Kreditvergabe an die Landwirtschaft. (Symbolbild) - KEYSTONE/MARCEL BIERI

Die Ansätze werden um 15 Prozent reduziert, wie einem per 1. März gültigen Merkblatt zu entnehmen ist. Als Ursache für den Liquiditätsengpass nannte die Kantonsverwaltung in einem Communiqué, dass der Bund das Kreditangebot erweitert hat, ohne zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen.

Seit vergangenem August gibt es eine Warteliste für Auszahlungen, derzeit beträgt die Wartefrist rund 14 Monate. Im Verlaufe des Jahres 2026 dürfte sie laut der Mitteilung vom Montag auf etwa 17 Monate ansteigen. Ziel der Kreditreduktion sei es nun, dass die Wartefrist nicht noch weiter ansteige.

Die Stiftung bewilligte vergangenes Jahr laut ihrem Geschäftsbericht 395 Kreditgesuche, fast 50 mehr als im Jahr zuvor. Aufgrund der Liquiditätslage konnten bei 42 Investitionskrediten lediglich Teilauszahlungen getätigt werden.

Der Kanton Bern lagert bestimmte Aufgaben im Bereich Landwirtschaft an die bernische Stiftung für Agrarkredite aus. Diese entscheidet unter anderem über Gesuche für Investitionskredite und Betriebshilfedarlehen für Landwirtschaftsbetriebe.

In den 1930er-Jahren hatten viele Bauern mit Schulden zu kämpfen, es kam immer wieder zu Zwangsversteigerungen von Höfen. Der Bund und der Kanton Bern reagierten mit Kreditbeschlüssen und gründeten die Bernische Bauernhilfskasse, eine Vorläuferin der heutigen Stiftung.

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