Stadt Basel

Beide Basel verzichten trotz Japankäfer auf Bewässerungsverbot

Keystone-SDA Regional
Keystone-SDA Regional

Basel,

Die Bewässerung von Rasenflächen soll zur Bekämpfung des Japankäfers in den beiden Basel auf ein Minimum reduziert oder gar eingestellt werden. Ein Verbot wie in den letzten beiden Jahren wird es 2026 aber nicht geben, wie die zwei Kantone am Mittwoch mitteilten.

Im Raum Basel gibt es einen grossen Befallsherd von Japankäfern. (Archivbild)
Im Raum Basel gibt es einen grossen Befallsherd von Japankäfern. (Archivbild) - KEYSTONE/DPA/ULI DECK

Zwar ist die Reduktion der Bewässerung eine der wenigen Massnahmen, die zur Larvenbekämpfung im Boden im Befallsherd zur Verfügung steht, wie es heisst. Die Japankäfer-Larven benötigten eine gewisse Feuchtigkeit. Allerdings schwäche die entstehende Trockenheit die Widerstandsfähigkeit von Bäumen und führe zu Folgeschäden am Bestand. Das Giessen von Pflanzen in grasfreien Beeten oder Töpfen sei hingegen unproblematisch.

Zudem ist es bis Ende September verboten, Grüngut aus dem Befallsherd und der Pufferzone hinaus zu transportieren, wie dem Communiqué zu entnehmen ist. Ebenfalls sei es untersagt, Kompost und Pflanzen mit Wurzeln aus dem Befallsgebiet bringen sowie Erde bis zu einer Tiefe von 30 Zentimetern zu Lagern oder zu transportieren. Die Grüngutabfuhr bleibe davon aber unberührt.

Die kantonalen Stellen sind zudem befugt, Kontrollen durchzuführen und Nematoden zur Larvenbekämpfung einzusetzen.

Begleitend zur Medienmitteilung wurden auch Karten veröffentlicht, die den Befallsherd und die Pufferzone aufzeigen. Der Befallsherd erstreckt sich über einen grossen Teil des stadtbasler Kantonsgebiets und reicht im Osten bis nach Riehen und Bettingen. Im Norden im Bereich Kleinhüningen reicht er bis zur deutschen und französischen Grenze. Im Westen erscheinen zumindest die Quartiere St. Johann, Iselin, Gotthelf und Bachletten grösstenteils nicht befallen zu sein.

Im Süden erstreckt sich der Befallsherd gemäss der Karten bis tief in die Baselbieter Gemeinden der Agglomeration. Betroffen sind vor allem Birsfelden, Muttenz und Münchenstein. Hinzu kommt die Puffezone, die sich sechs Kilometer breit um das Befallsgebiet zieht. Die Karten können online eingesehen werden.

Bereits 2021 ging in Basel ein Japankäfer in die Falle. Zunächst ging man nicht von einer Population aus. Seit dem Jahr 2024 wird die ortsfremde Art in der Region bekämpft.

Der aus Ostasien stammende Käfer befällt laut Mitteilung über 400 Pflanzenarten und die möglichen Schäden in der Schweiz werden auf mehrere hundert Millionen Franken pro Jahr geschätzt. Der Bund sehe im Fall eines Befalls vor, die Käfer zu tilgen, solange dies noch möglich sei.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #1764 (nicht angemeldet)

Warum hat der kein Einreiseverbot?

Weiterlesen

Wasser
140 Interaktionen
«Überrissen»
Hitze Tessin
145 Interaktionen
Alarmstufe Rot

MEHR AUS STADT BASEL