Stadt Basel

Neugestaltung Binningerstrasse: Vorlage geht an den Landrat

Gemeinde Allschwil
Gemeinde Allschwil

Basel,

Der Regierungsrat überweist die Vorlage zur Binningerstrasse inklusive Tramverlängerung an den Landrat. Der Gemeinderat Allschwil begrüsst diesen Meilenstein.

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Enge Kehrschlaufe in Allschwil. Am 1. Juli 1905 löste die Basler Strassen-Bahn Linie 6 die Postkutsche ab. - Nau.ch / Werner Rolli

Wie die Gemeinde Allschwil informiert, hat der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft die überarbeitete Vorlage zur Neugestaltung der Binningerstrasse inklusive Tramverlängerung der Linie 8 an den Landrat überwiesen. Der Gemeinderat Allschwil ist über diesen Schritt sehr erfreut, da das Projekt eine zentrale Bedeutung für die Zukunft der Gemeinde hat.

Der Allschwiler Einwohnerrat hat bereits im April 2026 eine wichtige Grundlage für die Entwicklung des Gebiets Ziegelei-Letten geschaffen. Er verabschiedete den Teilzonenplan Binningerstrasse mit deutlicher Mehrheit.

Dieser Beschluss wurde von der Bevölkerung gut aufgenommen und es wurde kein Referendum gegen diesen Hauptteil der Planung ergriffen. Der Einwohnerrat hat gleichzeitig eine einzelne Parzelle, die Zentrumszone Gartenhof (Teil B des Teilzonenplans), dem Behördenreferendum unterstellt.

Erschliessung des Gebiets Ziegelei-Letten

Der Regierungsrat legt mit der überarbeiteten Landratsvorlage nun den konkreten Plan für die Erschliessung des Gebiets Ziegelei-Letten vor. Das Tram ist die Antwort auf das steigende Verkehrsbedürfnis in diesem Entwicklungsgebiet.

Das neue Quartier wird in Zukunft Wohnraum für rund 1500 Personen bieten. Zudem sichert und schafft das Projekt die Infrastruktur für über 2000 Arbeitsplätze. Ein grosser Gewinn für die Bevölkerung sind die geplanten Grün- und Freiräume. So soll der neue Lettenplatz zum Herzstück des Quartiers werden.

Der zentrale Grünraum bringt ein Stück Natur in den Strassenraum – vergleichbar mit den Grünstreifen des Aeschengrabens und der St. Alban-Anlage in Basel. Die neuen Freiräume schaffen einen hohen Mehrwert für die Lebensqualität in Allschwil.

Abstimmung als Signal an den Kanton

Am 29. November 2026 entscheidet die Allschwiler Bevölkerung über die Zentrumszone Gartenhof (Teil B des Teilzonenplans). Formell geht es um die Frage, ob auf diesem Areal ein Wohn- und Geschäftshaus sowie eine neue Grünfläche entstehen sollen.

Da auf derselben Fläche auch die Endstation der Tramverlängerung geplant ist, möchte der Einwohnerrat den Urnengang als Signal an den Landrat nutzen. Das Abstimmungsresultat soll aufzeigen, wie gross die Akzeptanz in Allschwil für die Tramverlängerung und die Entwicklung des Gebiets Ziegelei-Letten tatsächlich ist.

Ein wichtiger Aspekt für die Gemeinde ist die Zukunft der Sportflächen: Der heutige Sportplatz beim Schulhaus Gartenhof wird unabhängig vom Bau der Tramwendeschlaufe im Rahmen des Neubaus der benachbarten Sekundarschule ersetzt; dort entstehen ein neuer Rasen- und Hartplatz sowie eine moderne Turnhalle. Das Tramprojekt nutzt den Platz, der durch die ohnehin geplanten Veränderungen beim Gartenhof frei wird.

Flüssiger Verkehr für alle Beteiligten

Gemeindepräsident Franz Vogt unterstreicht die Wichtigkeit der Vorlage für das lokale Gewerbe und den Verkehrsfluss: «Das Tram ist eine wesentliche Voraussetzung, damit der Verkehr im Gebiet Ziegelei-Letten auch in Zukunft gut funktioniert.

Es ist die wichtigste Massnahme, um den durch die Entwicklung erwarteten Mehrverkehr aufzunehmen und damit die Binningerstrasse zu entlasten. Damit bleibt auch der für den Verkehrsfluss tatsächlich bestimmende Neuweilerplatz im benachbarten Basel trotz Mobilitätszunahme weiter funktionsfähig.

An den Haltestellen der Binningerstrasse ist es dem MIV zudem möglich, am Tram vorbeizufahren. Das ist besonders für unser lokales Gewerbe, für die Belieferung und für die Kunden von grosser Bedeutung.»

Finanzierung durch Bund und Kanton

Da das Vorhaben im Agglomerationsprogramm Basel verankert ist, leistet der Bund einen massgeblichen Beitrag an die Realisierungskosten. Der grösste Teil der Investitionen wird vom Kanton Basel-Landschaft getragen.

Dank dieser starken Unterstützung durch Bund und Kanton profitiert Allschwil von einer modernen und leistungsfähigen Infrastruktur sowie neuen öffentlichen Freiräumen, die den Wert des Quartiers nachhaltig steigern und die Lebensqualität vor Ort verbessern.

Entscheid liegt nun beim Landrat

Der Gemeinderat freut sich auf die Debatte im Landrat und hofft, dass dieser der Vorlage zustimmt. Mit dem kantonalen Projektierungskredit von 3,5 Millionen Franken wäre der Weg für die detaillierte Ausarbeitung des Bauprojekts geebnet.

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