Stadt Basel

Basler Kantonslabor: Teils massive Legionellen-Belastung in Duschen

Keystone-SDA Regional
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Basel,

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat bei Kontrollen öffentlicher Duschen im Jahr 2025 teilweise massive Belastungen durch Legionellen festgestellt. Bei einem Alters- und Pflegeheim waren Sanierungen am gesamten Wasserleitungssystem erforderlich, wie es in einer Mitteilung heisst.

Das Kantonslabor Basel-Stadt hat im Jahr 2025 teilweise schwerwiegende Legionellen-Belastungen in öffentlichen Duschen festgestellt. (Symbolbild)
Das Kantonslabor Basel-Stadt hat im Jahr 2025 teilweise schwerwiegende Legionellen-Belastungen in öffentlichen Duschen festgestellt. (Symbolbild) - KEYSTONE/DPA/A3250/_OLIVER BERG

Im betroffenen Heim waren mehrere Bewohnende und eine Mitarbeiterin an Legionellose erkrankt, wie das Labor in seinem Communiqué vom Freitag schreibt. Bei einer internen Untersuchung habe das Laboratorium eine der für Menschen gefährlichsten Arten des Bakteriums, Legionella pneumophila Serogruppe 1, nachgewiesen.

Ergriffene Massnahmen konnten die Kontamination mit L. pneumophila zwar «weitgehend beseitigen», wie es heisst. Allerdings seien folgende Proben mit einer anderen Legionellenart über dem Grenzwert von 1000 KbE/l (Koloniebildende Einheiten pro Liter) belastet gewesen. Dies habe etwa die Sanierung erforderlich gemacht – das Heim müsse den Erfolg der Massnahmen gegenüber dem Labor nachweisen.

Unabhängig von Fallabklärungen führte das Kantonslabor Kontrollen bei diversen Einrichtungen mit öffentlichen Duschen durch, wobei es bei 53 Prozent dieser Einrichtungen (neun von 17) zu Beanstandungen kam, wie es weiter heisst. Überprüft worden seien zwei Alters- und Pflegeheime, vier Fitness-Studios und elf Hotelschiffe.

Bei beiden Pflegeheimen wurden Höchstwertüberschreitungen gefunden, insgesamt in fünf von zehn genommenen Proben, wie der Mitteilung zu entnehmen ist. Von den Fitness-Studios sei nur eines mit sechs von 18 höchstwertüberschreitenden Proben betroffen gewesen. Proben von sechs der elf Schiffe hätten ebenfalls Höchstwertüberschreitungen gezeigt.

Von allen 113 im vergangenen Jahr kontrollierten Duschen wiesen 84 keine Kontamination auf oder waren unter dem Höchstwert, wie den Daten des Labors zu entnehmen ist. 16 hätten eine «mässige Kontamination» zwischen 1000 und 10'000 KbE/l aufgewiesen. Und bei 13 sei eine «starke bis massive» Kontamination von über 10'000 KbE/l gefunden worden.

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Kommentare

User #1808 (nicht angemeldet)

Das Problem ist nur dann vorhanden, wenn Wasser lange stehen bleibt. Wer Wasser sehr oft über alle seine Leitungen benötigt, z.B. als Vielduscher usw. wird nie ein Legionellenproblem haben, da darf das Wasser auch nur zmB. auf 45 Grad erwärmt werden. Wer sein Wasser auf 70 Grad erhitzt, aber z.B. die Wasserleitungen im Keller nur alle 3 Monate mal benötigt, der wird bei diesen Leitungen dennoch zu hohe Legionellenansammlungen haben. Wegen dem eigenen Portemonait, sollte die Boilertemperatur auf die individuelle Situation angepasst werden und optimalerweise auf "so niedrig wie nötig eingestellt werden". Wem es egal ist, immer zu viel Gas oder Stromkosten zu berappen, der darf sein Geld unnötig verbrennen, wer etwas cleverer ist, zahlt nur so viel wie nötig oder um sicher zu sein, etwas darüber.

User #4115 (nicht angemeldet)

Bei uns normal, Wasser ist immer unter 56 Grad🙃🙃🫤

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