Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektor Isaac Reber blickt zurück
Der Baselbieter Regierungsrat und Bau- und Umweltschutzdirektor Isaac Reber (Grüne) tritt auf Ende September zurück. Am Dienstag blickte er in Liestal an einer Medienkonferenz auf seine politische Laufbahn zurück.

Reber hatte seinen Rücktritt im Februar im Landrat angekündigt. Er hatte 30 Jahre lang öffentliche Ämter bekleidet und 15 Jahre lang als Regierungsrat im Kanton Baselland amtiert, wie er sagte. Nun sei die Zeit für eine neue Generation, für die er Platz machen wolle.
«Meine Wahl war überraschend für alle, auch für mich», erinnerte sich Reber. Er sei als Grüner für eine Partei angetreten, die noch nie in der Baselbieter Regierung vertreten gewesen sei und habe sich darüber hinaus gegen einen Bisherigen durchgesetzt. Mit der Niederlage von Jörg Krähenbühl verlor die SVP damals ihren einzigen Regierungssitz.
Zunächst stand Reber von 2011 bis 2019 der Sicherheitsdirektion (SID) vor. «Als ich angefangen hatte, hatten wir ein Zwischenhoch von Einbruchdiebstählen», sagte er. Es sei aber gelungen, deren Anzahl zu halbieren, mit mehr Polizeipräsenz und besserer Ausrüstung. In dieser Zeit habe er auch die Reorganisation von Zivilrecht und Staatsanwaltschaft verantwortet und Abteilungen für die Verfolgung von Cybercrime gegründet.
«Back to the roots» bei der BUD
Seinen Wechsel zur Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) bezeichnete Reber als «back to the roots», eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. Er rekapitulierte eine Reihe von Projekten, die unter seiner Ägide abgeschlossen oder auf den Weg gebracht wurden. Dabei erwähnte er etwa die Bedeutung von Recycling und den Aufbau einer modernen Kreislaufwirtschaft im Kanton.
Weiter sprach der zurücktretende Regierungsrat konkret über den Klimaschutz. Man arbeite schon seit langer Zeit daran – so habe man 2020 den Statusbericht Klima verfasst und 2021 die Klima-Charta der Nordwestschweizer Regierungskonferenz (NWRK) vorgestellt. Dieses Jahr komme noch ein Klimamassnahmenplan.
Einen Seitenhieb vermochte sich Reber aber nicht verkneifen: «Wer nach einem Sommer wie diesem nur an Klimaanlagen denkt, ist Teil des Problems», sagte er. Daraufhin sprach er über den harten Kampf für das Neubauverbot von fossilen Heizungen und den Photovoltaik-Boom im Kanton. Und er erwähnte zahlreiche Bau- und Verkehrsprojekte im Kanton.






