Basel gibt steinzeitliche Frauenfigur nach Schaffhausen zurück
Eine rund 15'000 Jahre alte Frauenstatuette vom Schweizersbildfelsen ist wieder in Schaffhausen. Die nur 2,8 Zentimeter grosse Figur wurde am Mittwoch von Basel-Stadt dauerhaft an den Kanton Schaffhausen übergeben.

Nach rund 50 Jahren hat Conradin Cramer, Regierungspräsident Basel-Stadt, am Mittwoch die kleine Figur Cornelia Stamm Hurter, der Regierungspräsidentin von Schaffhausen, überreicht. Die Figur befand sich im Besitz des Museums der Kulturen Basel.
Die Statuette stammt aus der späten Altsteinzeit und wurde aus Gagat gefertigt, einem schwarzen fossilen Material. Die menschliche Gestalt ist stark vereinfacht dargestellt. Kopf und Körper sind nur angedeutet, Brüste und Beine durch Kerben hervorgehoben.
1954 durch Laienforscher gefunden
Gefunden wurde die Figur 1954 durch den Laienforscher Willi Mamber. Er entdeckte sie im Aushub früherer Ausgrabungen beim Schweizersbild. Dort hatten Archäologen bereits ab 1891 umfangreiche Untersuchungen durchgeführt, die kleine Figur jedoch übersehen. Mamber schenkte das Fundstück 1975 dem Museum der Kulturen Basel.
Auf Wunsch des Kantons Schaffhausen gab Basel-Stadt die Figur zurück. Schaffhausen hatte 2025 um die Rückführung gebeten, da die Figur für die Geschichte des Kantons von grosser Bedeutung sei. Der Basler Regierungsrat stimmte einer freiwilligen, dauerhaften Übertragung zu.
Die Figur wie auch ihr Fundort sind für das geschichtliche Verständnis des Kantons Schaffhausen von grosser Bedeutung. Der Kanton Schaffhausen ersuchte deshalb um eine Rückführung der Statuette. Dieser stimmte der Regierungsrat von Basel-Stadt im Frühling 2026 zu.






