Alle Kandidaten verfehlen Wahl zum neuen Wiler Stadtpräsidenten
In einer Ersatzwahl um das Stadtpräsidium von Wil SG hat Andreas Breitenmoser (Mitte) das beste Resultat erzielt, verfehlte aber das absolute Mehr. Lukas Reimann (SVP) verpasste den Sprung in den Stadtrat. Am 16. August kommt es zu einem zweiten Wahlgang.

Auf Andreas Breitenmoser entfielen bei der Ersatzwahl für das Stadtpräsidium 2918 Stimmen, wie die Stadt Wil am Sonntag in einem Communiqué mitteilte. Er liess sowohl FDP-Kandidat Jigme Shitsetsang (2044 Stimmen) als auch Michael Sarbach (GRÜNE prowil), für den 2037 Personen stimmten, hinter sich. Das absolute Mehr lag bei 3815 Stimmen. Weil keiner der Kandidierenden dieses erreichte, ist ein zweiter Wahlgang notwendig.
629 Stimmen fielen auf Vereinzelte, davon 518 auf SVP-Nationalrat Lukas Reimann. Er kandidiert zwar für einen Sitz im Stadtrat, nicht aber für das Stadtpräsidium. Die Stimmbeteiligung bei der Ersatzwahl für das Stadtpräsidium lag gemäss Communiqué bei 55,8 Prozent.
Die Mitte-Partei trat mit dem 53-jährigen Stadtrat Andreas Breitenmoser zur Wahl an, um den Sitz des Stadtpräsidenten zu verteidigen. Seit Jahrzehnten besetzt die Mitte (vormals CVP) in Wil dieses Amt. Der 54-jährige Herausforderer Jigme Shitsetsang (FDP) gehört ebenfalls bereits dem aktuellen Stadtrat an.
Gemäss Gemeindeordnung setzt die Wahl zum Stadtpräsidenten die Mitgliedschaft im Stadtrat voraus. Diese zusätzliche Hürde stellte sich dem Kandidaten der Grünen, Michael Sarbach. Der 45-jährige Stadtparlamentarier und Kantonsrat kandidierte sowohl als Stadtrat als auch als Stadtpräsident.
Die Ersatzwahl wurde nötig, weil der 68-jährige Stadtpräsident Hans Mäder (Mitte) nach fünfeinhalb Jahren im Amt seinen Rücktritt per Ende August bekanntgab.
Für einen möglicherweise frei werdenden Sitz im Stadtrat trat unter anderem der 43-jährige Lukas Reimann an. Ein solcher Sitz würde nur dann frei, falls eines der bisherigen Stadtratsmitglieder neuer Stadtpräsident würde.
Reimann erzielte das beste Resultat der Stadtrats-Kandidaten. 3162 Personen stimmten für ihn. Auf Reimann folgte Michael Sarbach mit 2709 Stimmen. Die Mitte schickte den 58-jährigen Thomas Abbt ins Rennen. Er erhielt 1935 Stimmen. Sowohl Reimann als auch Abbt verzichteten auf eine Kandidatur als Stadtpräsident. Das absolute Mehr von 3922 Stimmen erreichte niemand.
Auf Vereinzelte entfielen bei der Wahl 36 Stimmen. Die Stimmbeteiligung bei der Ersatzwahl für einen möglicherweise freiwerdenden Stadtratssitz betrug 56,3 Prozent.
Der zweite Wahlgang für das Stadtpräsidium und für ein Mitglied des Stadtrats findet am Sonntag, 16. August 2026, statt.






