Aktionärsgemeinden von GZO-Spital legen Beiträge fest
Die elf verbliebenen Aktionärsgemeinden des Spitals Wetzikon haben die Details zur finanziellen Sanierung des Spitals festgelegt. Mit Zusatzkrediten soll eine verbleibende Finanzlücke geschlossen werden.

Die Gemeinden haben den Verteilschlüssel und den politischen Fahrplan für die Kapitalerhöhung definiert, wie sie am Dienstag mitteilten. Ursprünglich war eine Finanzspritze von 50 Millionen Franken vorgesehen. Da die Gemeinde Bubikon eine Beteiligung jedoch ablehnte, fehlten zuletzt rund 3,12 Millionen Franken zum angestrebten Ziel.
Um die Sanierung zu sichern, beantragen die Exekutiven nun Zusatzkredite in ihren jeweiligen Gemeinden. Dabei haben die Behörden teilweise Reserven eingerechnet für den Fall, dass einzelne Gemeinden die Vorlage ablehnen. Diese Kredite sind als Kostendach formuliert, sodass nur so viel Geld fliesst, wie tatsächlich für die vollständige Rekapitalisierung nötig ist.
Der Weg zur Bewilligung der Gelder ist je nach Gemeinde unterschiedlich. Während in Wetzikon das Parlament entscheidet, liegt die Kompetenz in Fischenthal und Seegräben bei den Gemeinderäten. In den übrigen acht Gemeinden kommt das Geschäft im Juni vor die Gemeindeversammlung.
Das frische Geld soll das Spital wieder handlungsfähig machen und den laufenden Betrieb sowie notwendige Investitionen in den Rohbau sicherstellen. Eine Auszahlung des Geldes erfolgt nur unter der Voraussetzung, dass auch die Gläubiger dem Nachlassvertrag zustimmen.
Parallel zu diesen Sanierungsbemühungen prüft das Spital ein konkretes Übernahmeangebot eines Investors. Aus diesem Grund wurde die eigentlich für Mitte Mai geplante Gläubigerversammlung auf unbestimmte Zeit verschoben. Medienberichten zufolge soll die Klinikgruppe Swiss Medical Network Interesse an einer Übernahme signalisiert haben.






