Adrian Rogger (SVP): «Partei ergreifen ist unüberlegt und spaltet»
Der Zuger SVP-Kantonsrat Adrian Rogger äussert sich in seinem Gastbeitrag zur Neutralitäts-Initiative.

Das Erfolgsmodell «Schweiz» gerät aktuell gewaltig ins Wanken. Das Qualitätslabel «Neutralität» und seine Bedeutung werden durch diverse Wortspielereien – ganz nach eigenem Gusto – chamäleonartig ausgelegt, verbogen und angepasst.
So sind in den letzten Jahren Begriffe wie «differenzielle Neutralität», «aktive Neutralität», «kooperative Neutralität», «nichtdauernde Neutralität» oder «anständige Neutralität» entstanden.
Dabei ist die Definition klar: Neutralität bedeutet, in einem Streit oder Konflikt keine Partei zu ergreifen und sich nicht einzumischen.
Doch warum wurde die Neutralität für die Schweiz so wichtig? Schweizer Soldaten waren im Mittelalter als Söldner äusserst aktiv und boten ihre Dienste fremden Mächten an. Nicht selten kämpften sie in europäischen Konflikten auf unterschiedlichen Seiten gegeneinander.
Dies sollte sich ändern. 1813 erklärte die Tagsatzung die Unabhängigkeit und Neutralität der Schweiz. Am Wiener Kongress 1815 wurde die immerwährende Neutralität der Schweiz völkerrechtlich anerkannt und die Unverletzlichkeit ihres Territoriums garantiert.
Diese Neutralität hat uns über Generationen Frieden, Sicherheit und Unabhängigkeit gebracht. Im Gegensatz zu unseren Nachbarländern blieb die Schweiz bislang weitgehend von Terroranschlägen und Angriffen anderer Mächte verschont.
Dies könnte sich ändern, wenn wir uns in Kriege einmischen, Partei ergreifen, Sanktionen verhängen oder unsere Staatsmedien einseitig kommunizieren lassen.
Bleiben wir nicht neutral und frei, droht eine Spaltung der Schweiz. Der Druck, sich in Konflikte einzumischen, kommt nicht von ungefähr.
Zum Autor
Adrian Rogger (*1983) ist Zuger SVP-Kantonsrat.
Durch die Zuwanderung leben längst Befürworter und Gegner fremder Konfliktparteien in unserem Land. Dies zeigt sich insbesondere bei Demonstrationen und Ausschreitungen. Beide Seiten fordern politische Massnahmen, beeinflussen die Gesellschaft und versuchen, ihre Haltung durchzusetzen.
Lassen wir nicht zu, dass unser Schweizer Volk durch fremde Kriege gespalten wird und wir wieder auf unterschiedlichen Seiten gegeneinander kämpfen.
Halten wir an der ursprünglichen Neutralität fest und stimmen am 27. September 2026 «Ja» zur Neutralitätsinitiative!
Hinweis
Dieser Gastbeitrag ist zuerst in der «Zuger Woche» erschienen.






