Aargauer SVP-Nationalrätin zu «Keine 10-Millionen-Schweiz»

Stefanie Heimgartner
Stefanie Heimgartner

Baden,

Nationalrätin Stefanie Heimgartner äussert sich im Gastbeitrag zur Nachhaltigkeits-Initiative und betont: «Unsere Infrastruktur ist an der Belastungsgrenze.»

Nationalrätin Stefanie Heimgartner
Die Aargauer SVP-Nationalrätin Stefanie Heimgartner. - zVg

Wenn wir über die Zukunft unseres Landes sprechen, dann sprechen wir nicht über abstrakte Szenarien. Wir sprechen über den Alltag der Menschen in der Schweiz. Und dieser Alltag ist geprägt von einer Realität, die niemand mehr bestreiten kann:

Wir stehen im Stau. Über 60'000 Staustunden pro Jahr blockieren unsere Strassen. Das ist nicht nur ärgerlich für Pendlerinnen und Pendler, sondern eine massive Belastung für unsere gesamte Volkswirtschaft.

Als Transportunternehmerin erlebe ich die Folgen täglich. Stau- und Standzeiten führen zu erheblichen Produktivitätsverlusten im Strassentransport. Lastwagen stehen still, Chauffeure verlieren Zeit, Lieferketten geraten unter Druck.

Ein Lastwagen, der nicht rollt, schafft keine Wertschöpfung. Ein Kunde, der auf seine Lieferung wartet, verliert Vertrauen. Diese Kosten tragen am Ende Unternehmen, Konsumenten und der Wirtschaftsstandort Schweiz.

«Keine 10-Millionen-Schweiz!»
Am 14. Juni stimmt die Schweiz über «Keine 10-Millionen-Schweiz!» (Nachhaltigkeits-Initiative) ab. - keystone

Warum kommt es so weit? Die Antwort ist klar: Unsere Infrastruktur ist an der Belastungsgrenze. Jedes Jahr wächst die Schweizer Bevölkerung allein durch Zuwanderung um die Grösse der Stadt Luzern. Mehr Menschen bedeuten mehr Autos, mehr Pendler, mehr Güterverkehr.

Doch unser Land wird nicht grösser, unsere Strassen und Schienen auch nicht. Der Kollaps ist vorprogrammiert. Wer unbegrenztes Wachstum zulässt, nimmt Überlastung, Stau und steigende Kosten bewusst in Kauf.

Gleichzeitig wird der notwendige Ausbau der Verkehrsinfrastruktur blockiert, während immer mehr Menschen in unser Land kommen sollen. Diese Politik ist widersprüchlich und verantwortungslos.

Man kann nicht Wachstum fördern und gleichzeitig die Grundlagen für Mobilität und Versorgung verweigern. Das Ergebnis ist Stillstand – auf den Strassen und in der Wirtschaft.

Unterstützt du die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!»?

Besonders deutlich zeigt sich das im Kanton Aargau, meiner Heimat. Als Transitkanton und Drehscheibe für Pendler- und Güterverkehr gilt: Wenn bei uns nichts mehr rollt, steht die halbe Schweiz still.

Gleichzeitig hat Links-Grün den Ausbau der Nationalstrassen blockiert, will aber weiterhin immer mehr Zuwanderung zulassen. Diese Rechnung geht nicht auf.

Genau hier setzt die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» an. Sie fordert, das Bevölkerungswachstum zu stabilisieren, bevor unser System kippt. Das ist keine Abschottung, sondern pure Vernunft. Nachhaltigkeit bedeutet, Infrastruktur, Umwelt, Ressourcen und Lebensqualität im Gleichgewicht zu halten.

Nachhaltigkeitsinitiative
Die Nachhaltigkeits-Initiative der SVP will die Einwanderung begrenzen. - keystone

Als Unternehmerin sage ich: Wir brauchen Planbarkeit. Als Transportunternehmerin sage ich: Wir brauchen funktionierende Strassen. Als Nationalrätin sage ich: Wir brauchen eine Politik, die Ursachen bekämpft, nicht nur Symptome.

Wenn wir jetzt Nein zur Initiative sagen, sagen wir Ja zu immer längeren Staus, Ja zu Milliardenkosten und Ja zu weiterem Druck auf unsere Lebensqualität. Darum: Unterstützen Sie die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» – nicht aus Ideologie, sondern aus Verantwortung für die Zukunft unseres Landes.

Zur Autorin

Stefanie Heimgartner (*1987) lebt in Baden AG und ist seit 2019 Nationalrätin für die SVP.

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Kommentare

User #3864 (nicht angemeldet)

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User #2969 (nicht angemeldet)

Die SVP: "Nachhaltigkeit bedeutet, Infrastruktur, Umwelt, Ressourcen und Lebensqualität im Gleichgewicht zu halten." Wenn die SVP das auch als selbsternannte Volkspartei durchsetzen würde, wären wir Büezer glücklich. SVP jedoch verspricht jedoch alles und alles wird dann zu Gunsten der Vermögenden ausgelegt. SVP: Nein Danke! Das "V" im Kürzel könnt ihr getrost weglassen. Ihr seid nicht besser wie die anderen Parteien.

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