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    Aargauer Regierung sieht Gefahr für Grundwasser bei «Schwammstadt»

    Keystone-SDA Regional
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    Aarau,

    Der Aargauer Regierungsrat befürwortet grundsätzlich die Idee der «Schwammstadt». Er tritt jedoch bei der schnellen Umsetzung von neuen Versickerungssystemen für das Regenwasser auf die Bremse. Der Schutz des Grundwassers duldet laut Regierungsrat keine Kompromisse.

    Der Aargauer Regierungsrat legt den Fokus auf den Schutz des Grundwassers. Deshalb soll bei der Planung neuer Versickerungssysteme für Regenwasser in Städten nichts überstürzt werde...
    Der Aargauer Regierungsrat legt den Fokus auf den Schutz des Grundwassers. Deshalb soll bei der Planung neuer Versickerungssysteme für Regenwasser in Städten nichts überstürzt werde... - KEYSTONE/GAETAN BALLY

    Bei der Idee der «Schwammstadt» soll das Regenwasser nicht schnell über die Kanalisation abgeleitet werden. Stattdessen sollen besondere Flächen in den Städten das Wasser wie ein Schwamm aufnehmen, zwischenspeichern und versickern lassen.

    Im Aargau bestünden jedoch Probleme wegen der Geografie und bei der Art der Trinkwassergewinnung, schreibt der Regierungsrat in seiner Stellungnahme zu einem Postulat aus den Reihen der GLP, SP, Grünen, EVP und Mitte.

    Der Kanton bezieht demnach rund zwei Drittel seines Trinkwassers aus dem Grundwasser. Gleichzeitig liegen rund 62 Prozent der Siedlungsgebiete innerhalb von Grundwasserschutzbereichen oder -zonen.

    Wer Strassenabwasser versickern lassen will, muss strenge Vorgaben beachten: Regenwasser, das über Strassen abfliesst, ist meistens mit Schadstoffen wie Schwermetallen (Zink, Kupfer, Blei), Reifenabrieb, Treibstoffrückständen und Ölen belastet.

    Es gilt rechtlich als «verschmutztes Abwasser». Daher ist es im Aargau laut Regierungsrat nicht zulässig, Strassenabwasser ohne vorherige Reinigung in lockeren Steinboden abzuleiten.

    Im Vorstoss wurde der Regierungsrat aufgefordert, das Potenzial von innovativen «Schwammstadt»-Elementen zu prüfen. Im Fokus stehen sogenannte Baumrigolen – also spezielle Pflanzengruben für Bäume, die dazu dienen sollen, Strassenabwasser aufzunehmen und zu versickern

    Aus Sicht des Kantons müssen noch Fragen geklärt werden. Offen sei etwa, wann die Filterleistung erschöpft sei und dann Schadstoffe ins Grundwasser gelangten. Da das Grundwassersystem sehr träge reagiere, könnten sich negative Folgen der Filteranlagen erst nach Jahrzehnten zeigen.

    Trotz dieser Hürden bekennt sich der Kanton zur «Schwammstadt»-Idee. Der Kanton unterstützt Pilotprojekte und plant, den Gemeinden ab 2027 einen «Werkzeugkasten» als Orientierungshilfe zur Verfügung zu stellen.

    Zudem sei die Bevölkerung aufgerufen, durch simple Massnahmen wie Entsiegelung oder Regenwassernutzung ihren Teil beizutragen, hält der Regierungsrat fest.

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    Kommentare

    User #7793 (nicht angemeldet)

    Prosit und weiter so. Bald wird das Trinkwasser an der Börse gehandelt.

    User #2242 (nicht angemeldet)

    Kann den artikel nicht lesen, weil grau auf weiss kaum lesbar ist. Oder ist das der sinn?

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