Zeitung: Kushner wird in Saudi-Arabien und Katar erwartet

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    Der US-Nahost-Berater Jared Kushner wird Medienberichten zufolge in dieser Woche in Saudi-Arabien und in Katar zu weiteren diplomatischen Sondierungen erwartet.

    Jared Kushner und seine Frau Ivanka Trump
    Jared Kushner und seine Frau Ivanka Trump - AFP

    Wie das «Wall Street Journal» am Sonntag berichtete, will der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump vor allem Lösungsmöglichkeiten für den Konflikt zwischen Katar und einer von Riad angeführten Staatenkoalition ausloten.

    Der Besuch erfolgt, während sich die Spannungen in der Region nach dem tödlichen Attentat auf den iranischen Atomforscher Mohsen Fachrisadeh erheblich verschärfen.

    Saudi-Arabien führt eine Koalition mit Ägypten, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten an, die Katar wegen zu grosser Nähe zum Iran und zu radikalislamischen Gruppen seit 2017 mit einem umfassenden Embargo sanktioniert. Die Regierung in Doha weist die Vorwürfe zurück.

    Ziel: Bilaterale Abkommen

    Die US-Regierung verfolgt die Strategie, bilaterale Abkommen zwischen Israel und einzelnen arabischen Staaten herbeizuführen. In den vergangenen Monaten wurden Normalisierungsabkommen Israels mit Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten geschlossen. Auch der Sudan hat einer Normalisierung seiner Beziehungen zu Israel im Grundsatz zugestimmt.

    Ein Motor dieser Abkommen ist die gemeinsame Sorge über die Aktivitäten des Iran in der Region. Israelische Medien berichteten am 23. November über geheime Verhandlungen des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu in Saudi-Arabien. Das nährte Spekulationen, Israel könne auch mit dem mächtigsten Golfstaat ein Abkommen schliessen.

    Die offiziell von Riad vertretene Linie bleibt jedoch, dass Beziehungen zu Israel nur aufgenommen werden könnten, wenn es zuvor eine Friedensvereinbarung mit den Palästinensern gebe. Die Palästinenserführung hat gegen die bisherigen Normalisierungsabkommen heftigen Protest eingelegt.

    Die Trump-Regierung hat in ihrer vierjährigen Amtszeit einen klar pro-israelischen Kurs verfolgt; bis zur Amtsübernahme des gewählten Präsidenten Joe Biden am 20. Januar sind es nur noch wenige Wochen.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Trump-Schwiegersohn Jard Kushner reist Medienberichten zufolge in den Nahen Osten.
    • Dort soll er im Konflikt zwischen Katar und einer Riad-angeführten Koalition vermitteln.

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