Vertrag ermöglicht Notfallversorgung von Elsässer Kindern in Basel
Kinder aus dem Südelsass haben nun Zugang zur Notfallversorgung und notwendigen Nachbehandlungen am Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB). Beide Basel haben mit der Gesundheitsbehörde der Region Grand Est und weiteren französischen Partnern einen Kooperationsvertrag abgeschlossen.

Der Vertrag wurde am Mittwoch im französischen Mülhausen unterzeichnet und gilt seither, wie das Basler Gesundheitdepartement und die Baselbieter Gesundheitsdirektion am Donnerstag in einer gemeinsamen Mitteilung bekanntgaben. Die Vereinbarung ermöglicht eine koordinierte Aufnahme von Kindern aus dem Département Haut-Rhin sowie eine direkte Abgeltung der Behandlungskosten durch die französische Krankenversicherung.
Eingeschlossen ist dabei die Übernahme von Nachbehandlungen während drei Monaten, sofern diese in direktem Zusammenhang mit der Ersthospitalisation stehen, wie es im Communiqué heisst. Als medizinische Notfälle im Sinne des Kooperationsvertrags gelten lebensbedrohliche Situationen sowie Erkrankungen oder Verletzungen, bei denen die Heilungschancen ohne rasche Behandlung beeinträchtigt würden.
Dabei entscheidet der französische medizinische Notfalldienst SAMU 68 nach vorgängiger Rücksprache mit dem UKBB über eine Verlegung der betroffenen Kinder nach Basel. Die Vertragspartner rechnen mit rund 25 zusätzlichen Fällen pro Jahr, die innerhalb bestehender Strukturen aufgefangen werden können, wie es weiter heisst.






