USA erwarten trotz Spannungen Besuch von Chinas Staatschef
Trotz jüngster Spannungen zwischen den USA und China laufen die Vorbereitungen für einen US-Besuch von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping laut US-Aussenminister Marco Rubio nach Plan. «Wir erwarten, dass die Reise im September stattfindet», sagte er am Militärflugplatz Joint Base Andrews vor seinem Abflug zum Aussenministertreffen der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean.

Die Chinesen würden weiter ihre Teams zur Vorbereitung des Besuchs schicken, fuhr Rubio fort. «Ich habe nichts anderes gehört. Ich habe keinen Grund zu glauben, dass sie nicht kommen werden», erklärte er.
US-Präsident Donald Trump hatte China jüngst Einflussnahme bei der Präsidentenwahl 2020 vorgeworfen, die er gegen den späteren Präsidenten Joe Biden verloren hatte. Peking wies die Anschuldigungen zurück. Trump hatte Peking im Mai besucht und Xi für den 24. September zum Gegenbesuch in den USA ins Weisse Haus eingeladen.
Bei grossen und mächtigen Ländern wie den USA und China werde es immer Reibungspunkte geben, erklärte Rubio. Man sei es den Menschen und der Welt jedoch schuldig, weiter miteinander zu sprechen, sagte er.
Eine Gelegenheit zum Gespräch könnte sich ab Dienstag beim Asean-Treffen in der philippinischen Hauptstadt Manila ergeben. Laut Medienberichten werden dort unter anderem Chinas Chefdiplomat Wang Yi und Russlands Aussenminister Sergej Lawrow erwartet. Auf Nachfrage einer Reporterin bestätigte Rubio mögliche bilaterale Treffen nicht. «Aber wir wären sicher offen, sie zu treffen», sagte er.










