US-Verteidigungsminister zu Überraschungsbesuch in Kabul

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    Afghanistan,

    Der kommissarische US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan ist zu einem Überraschungsbesuch nach Afghanistan gereist.

    Shanahan (2.v.re.) bei seiner Ankunft in Kabul
    Shanahan (2.v.re.) bei seiner Ankunft in Kabul - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Shanahan für Einbingung der afghanischen Führung in Gespräche mit Taliban.

    Shanahan kam am Montagmorgen in der afghanischen Hauptstadt Kabul an. Dort will er Staatschef Ashraf Ghani und den Oberbefehlshaber der US- und Nato-Truppen in Afghanistan, General Scott Miller, treffen. Es ist die erste Auslandsreise von Shanahan, seit er Anfang des Jahres den zurückgetretenen US-Verteidigungsminister Jim Mattis ersetzt.

    Der Afghanistan-Besuch kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem die USA Friedensgespräche mit den radikalislamischen Taliban vorantreiben. Die Taliban weigern sich aber bislang, mit der afghanischen Regierung zu verhandeln, die sie als Handlanger der US-Regierung betrachtet.

    «Es ist wichtig, dass die afghanische Regierung an Gesprächen beteiligt ist, die Afghanistan betreffen», sagte Shanahan während seines Flugs nach Kabul vor Reportern. «Die Afghanen müssen entscheiden, wie Afghanistan in der Zukunft aussehen soll.»

    In Kabul wächst die Sorge, die USA könnten ihre Truppen aus Afghanistan abziehen, bevor ein langfristiger Frieden mit den Islamisten erreicht ist. US-Präsident Donald Trump will rund die Hälfte der derzeit in Afghanistan stationierten 14.000 US-Soldaten abziehen. Noch steht dafür aber kein Zeitplan fest.

    Nach Angaben des US-Gesandten für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, hängt eine Truppenreduzierung von den Bedingungen vor Ort ab. Shanahan betonte auf seiner Reise nach Afghanistan, die US-Präsenz in dem Land solle dem Schutz der USA dienen und die regionale Stabilität unterstützen.

    Die USA wollen ihre Gespräche mit den Taliban am 25. Februar in Doha fortsetzen. Ziel ist es, nach Möglichkeit noch vor den afghanischen Präsidentschaftswahlen im Juli ein Abkommen für das Ende des seit 17 Jahren andauernden Konflikts in dem Land zu finden.

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