UN-Gipfel bekräftigt Entwicklungsziele und Finanzreform

    Keystone-SDA
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    USA,

    Der UN-Gipfel hat erneut stattgefunden. Unter anderem wurden die 2015 beschlossenen 17 Menschheitsziele bekräftigt.

    UN-Gipfel
    Dutzende Staats- und Regierungschef wollen in New York konkrete Pläne auf dem UN-Klimagipfel präsentieren. Foto: Chris Melzer - dpa-infocom GmbH

    Im Kampf gegen Armut und Hunger auf der Welt wollen die 193 UN-Mitgliedsländer den stockenden Nachhaltigkeitszielen neuen Schwung geben. Ein hochkarätig besetzter Gipfel bei den Vereinten Nationen in New York nahm am Montag eine Erklärung zur Bekräftigung der 2015 beschlossenen 17 Menschheitsziele einstimmig an. Darin enthalten ist auch ein Bekenntnis zu einer Reform der internationalen Finanzstruktur. Diese «müsse zweckdienlicher, gerechter und reaktionsfähiger» auf den Bedarf der Entwicklungsländer ausgerichtet werden.

    Die Staaten der Welt hatten sich mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG – Sustainable Development Goals) 2015 zentrale Vorsätze gegeben, mit denen etwa Hunger und extreme Armut bis 2030 beendet werden sollen.

    Schwere Armut weiterhin bis 2030

    Doch die Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg und eine Schuldenkrise in armen Ländern haben die Ziele extrem zurückgeworfen: Wenn es so weitergeht wie bisher, werden im Jahr 2030 laut UN noch immer 575 Millionen Menschen in grosser Armut und mehr als 600 Millionen in Hunger leben. Nur 15 Prozent aller Vorsätze sind den UN zufolge auf Kurs.

    «In unserer Welt des Überflusses ist Hunger ein schockierender Schandfleck für die Menschheit und eine epische Menschenrechtsverletzung», sagte UN-Generalsekretär António Guterres, der ebenfalls einschneidende Änderungen im weltweiten Finanzsystem forderte. Es brauche dringend eine Neugestaltung der «veralteten, dysfunktionalen und unfairen» Struktur, damit Entwicklungsländer einen besseren Zugang zu günstigen Krediten bekämen. Ein von den UN geforderter SDG-«Stimulus» von mindestens 500 Milliarden US-Dollar jährlich wird in der Erklärung jedoch nicht erwähnt.

    Staatengruppe rund um Russland droht mit Blockade

    Vor dem Hintergrund eines Wettstreits mit China und Russland um die Gunst des sogenannten Globalen Südens hatten sich viele westliche Industrienationen zuletzt offen für weitreichende Zugeständnisse gezeigt.

    Eine Staatengruppe um Russland hatte am Vortag mit einer Blockade der nun angenommenen Erklärung gedroht, liess ihren Drohungen aber bei dem Treffen keine Taten folgen.

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