Europäer stärken Selenskyj nach Trumps Kritik den Rücken

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Ukraine,

    Europäische Spitzenpolitiker stärken dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach der jüngsten Ablösungsforderung von US-Präsident Donald Trump den Rücken. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teilte nach einem Telefonat mit Selenskyj mit, der ukrainische Staatschef führe den Kampf seines Volkes für die Freiheit und sie habe ihm ihre volle Unterstützung zugesichert.

    Wolodymyr Selenskyj
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. - keystone

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärte: «Frankreich steht weiterhin an der Seite der Ukraine und zu Präsident Selenskyj.» Auch er tauschte sich am Sonntag nach eigenen Angaben mit Selenskyj aus.

    Die Telefonate erfolgten nach neuen Spannungen zwischen Trump und Selenskyj. Der US-Präsident hatte am Samstag behauptet, Selenskyj habe vielfach die Gelegenheit gehabt, den Ukraine-Krieg zu beenden, und sich dagegen entschieden. «Ich glaube, es ist an der Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekommt», sagte Trump. Zuvor hatte Selenskyj eine zwischen den USA und Russland vereinbarte Aufhebung von Sanktionen für den Verkauf von russischem Diesel scharf kritisiert – dies sei «eine Investition in den Krieg, den man beenden und nicht verlängern muss».

    Von der Leyen kündigte zudem an, dass die schwierige Lage der Ukraine auch an diesem Donnerstag und Freitag beim Herbstgipfel der Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten ein zentrales Thema sein wird. «Wir werden ihren Finanzierungsbedarf für das kommende Jahr erörtern und darüber sprechen, wie wir weitere internationale Unterstützung mobilisieren können», heisst es in der Erklärung vom Sonntagabend.

    Die EU werde in dieser Woche ausserdem zusätzliche Mittel für Drohnen und Raketen bereitstellen, um die ukrainische Verteidigung zu stärken und den Luftraum des Landes zu schützen. Zudem sollten zwei weitere Themenblöcke in den EU-Beitrittsverhandlungen eröffnet werden.

    Nach ihren eigenen Angaben unterstützte von der Leyen in dem Telefonat mit Selenskyj auch nachdrücklich dessen Forderung nach einer Waffenruhe, die die weltweite Lebensmittelversorgung sowie die Energieinfrastruktur in der Ukraine und in Russland schützen würde. Mit Blick auf die Umsetzungschancen zeigte sie sich allerdings pessimistisch. «Der Krieg ist in eine neue, düsterere Phase eingetreten», kommentierte sie. Russland komme auf dem Schlachtfeld nicht voran und greife Zivilisten weit hinter den Frontlinien an.

    Macron erklärte, aktuell versperre sich Russland einer Waffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen, indem es gerade in den vergangenen Stunden seine Angriffe auf ukrainische Infrastruktur verstärkt habe.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #3864 (nicht angemeldet)

    Friedrich will Waffen liefern

    User #6479 (nicht angemeldet)

    Verteidige dein Land Bro bis zum letzten Mann

    Weiterlesen

    Archiv
    18 Interaktionen
    Dänemark
    KI
    56 Interaktionen
    Wegen KI

    MEHR IN POLITIK

    huthi jemen
    Sanaa/Riad
    25 Interaktionen
    Kiew
    Hormus
    London/Teheran
    Bewegung
    1 Interaktionen
    Neu-Delhi

    MEHR AUS UKRAINE

    Saporischschja
    20 Interaktionen
    Kiew
    43 Interaktionen
    Kiew/Washington
    Ukraine
    5 Interaktionen
    Kiew