Die ÖVP hat aufgrund der Regierungskrise massiv eingebüsst. Wären am Sonntag Nationalratswahlen, würde sie auf gerade mal 26 Prozent kommen.
Sebastian Kurz
Der österreichische Ex-Kanzler Sebastian Kurz. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Die ÖVP leidet unter der Regierungskrise um die Korruptionsvorwürfe gegen Sebastian Kurz.
  • Nur noch 26 Prozent der Befragten geben an, dass sie die Partei wählen würden.
  • Zuvor wurde sie für deutlich über 30 Prozent gehandelt.

Die durch Korruptionsvorwürfe gegen den nunmehrigen Ex-Kanzler Sebastian Kurz ausgelöste Regierungskrise hat der ÖVP laut einer Umfrage massiv geschadet. In der Sonntagsfrage («Angenommen am kommenden Sonntag wären Nationalratswahlen in Österreich. Welcher Partei würden Sie Ihre Stimme geben?») käme die ÖVP unter einem Spitzenkandidaten Kurz nur noch auf 26 Prozent.

Dies geht aus der Umfrage im Auftrag der «Kronen Zeitung» hervor. Zuletzt wurde die ÖVP mit deutlich über 30 Prozent gehandelt. Damit liegen ÖVP und sozialdemokratische SPÖ, die leicht zulegen würde, seit Jahren erstmals wieder auf einem ähnlichen Niveau.

Fast die Hälfte gegen vorgezogene Wahlen

Die rechte FPÖ profitiert den Angaben zufolge von den Entwicklungen und kommt auf bis zu 21 Prozent. Weitgehend unverändert rangieren laut Umfrage Grüne und liberale Neos bei etwa elf Prozent. Die in der Corona-Krise impfkritische neue Partei MFG käme mit sieben Prozent ins Parlament. Vorgezogene Wahlen lehnen 48 Prozent der Österreicher ab, 42 Prozent wären dafür, so die Umfrage weiter.

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Österreichs Ex-Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Grünen-Chef Werner Kogler. - dpa-infocom GmbH

Für die Umfrage führte das Institut IFDD 1526 Online-Interviews im Zeitraum von 7. Oktober bis 11. Oktober.

Das Ergebnis sei repräsentativ für die wahlberechtigte österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren. Die maximale Schwankungsbreite betrage 2,5 Prozentpunkte.

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