Ukraine beschiesst zweitgrösste russische Ölraffinerie

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Bern,

Bei Angriffen auf die russische Ölindustrie an der Ostsee hat die Ukraine auch die grosse Raffinerie von Kirischi im Umland von St. Petersburg mit Kampfdrohnen attackiert. Gebietsgouverneur Alexander Drosdenko bestätigte auf Telegram, dass es Schäden in einem Industriegebiet von Kirischi gebe. Über dem Gebiet seien 21 feindliche Flugobjekte ausgeschaltet worden.

ARCHIV - In der PCK-Raffinerie GmbH wird überschüssiges Gas in der Rohölverarbeitungsanlage verbrannt. Die EU-Kommission hat einen Kompromissvorschlag im Streit über die Pläne für ein europäisches Öl-Embargo gegen Russland präsentiert. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
ARCHIV - In der PCK-Raffinerie GmbH wird überschüssiges Gas in der Rohölverarbeitungsanlage verbrannt. Die EU-Kommission hat einen Kompromissvorschlag im Streit über die Pläne für ein europäisches Öl-Embargo gegen Russland präsentiert. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa - sda - Keystone/ZB/Patrick Pleul

In Telegramkanälen wurde unter Berufung auf Anwohner geschrieben, dass es Brände in der Raffinerie gebe. Kirischi ist nach Branchenangaben die zweitgrösste Raffinerie in Russland und kann jährlich 20 Millionen Tonnen Öl verarbeiten.

In der Ukraine berichtete die 414. Drohnenbrigade von einem Dreifachschlag gegen die Ölbranche im Nordwesten Russlands. Zunächst seien am Montag Öltanks und Verladeanlagen im Hafen Primorsk am Finnischen Meerbusen in Brand geschossen worden. Am Mittwoch folgte eine Attacke auf den Hafen Ust-Luga, der für den Export von Erdöl und Flüssigerdgas (LNG) wichtig ist.

Dritter Schritt sei die Attacke auf Kirischi, schrieb das Militär auf X. Ziel sei, russische Ölausfuhren über die Ostsee zu stoppen und damit den Kreml von einer wichtigen Geldquelle für seinen Krieg gegen die Ukraine abzuschneiden. Weil die USA wegen des Iran-Kriegs Sanktionen gegen Moskau gelockert haben, steigen derzeit die Verdienstmöglichkeiten Russlands.

Nach den Angriffen waren jeweils Brände und kilometerlange Rauchsäulen zu beobachten. Gesicherte Angaben zu Schäden an den Anlagen gibt es aber nicht. In Primorsk sei es nach drei Tagen gelungen, den Brand der Öltanks einzudämmen, teile Gouverneur Drosdenko am Donnerstag mit. Es bestehe keine Gefahr mehr, dass das Feuer sich ausbreite.

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Kommentare

User #6151 (nicht angemeldet)

Und die Ukraine zeuselt wieder…

User #6021 (nicht angemeldet)

Schade für Ukraine und Russland haben immer gerne Vergeltung machen können.

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