Trump: Setzen Seeblockade gegen iranische Häfen wieder ein

Keystone-SDA
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USA,

Kurz nach neuen US-Angriffen auf den Iran hat US-Präsident Donald Trump die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe angekündigt, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. Allen anderen Ländern soll ein «fairer und offener» Zugang zur Meerenge möglich sein, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit.

Präsident Donald Trump spricht nach der Landung auf dem Stützpunkt der US-Luftwaffe bei der RAF Mildenhall an Bord der Air Force One mit Reportern. Foto: Alex Brandon/AP photo/dpa
Präsident Donald Trump spricht nach der Landung auf dem Stützpunkt der US-Luftwaffe bei der RAF Mildenhall an Bord der Air Force One mit Reportern. Foto: Alex Brandon/AP photo/dpa - Keystone/AP photo/Alex Brandon

Zugleich kündigte Trump an, dass die USA fortan für die sichere Durchfahrt der Meerenge aus «Fairnessgründen» Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen. Dies solle die Kosten, die im Zuge der Sicherstellung der Passage anfallen, kompensieren. Der Prozess und die Umsetzung würden umgehend beginnen, schrieb er weiter. Weitere Details blieben offen, etwa wer genau für den Beitrag aufkommen soll.

Im Zuge der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran hatte die Islamische Republik Anfang März die wichtige Meerenge durch Drohungen und Angriffe für den Schiffsverkehr weitestgehend unpassierbar gemacht. Die USA reagierten im Verlauf mit einer eigenen Seeblockade für Schiffe, die iranische Häfen anliefen oder verlassen sollten. Im Zuge des Rahmenabkommens zwischen den beiden Ländern hob Washington seine Blockade Mitte Juni auf.

In der Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran sagte Teheran zudem zu, sich «nach besten Kräften» um eine sichere und für 60 Tage gebührenfreie Passage von Handelsschiffen durch die Meerenge zu bemühen. Allerdings kam es jüngst erneut zu mehreren dem Iran zugeschriebenen Angriffen auf Schiffe in der Meerenge, auf die die USA wiederum mit Angriffen auf den Iran reagierten.

Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) teilten am Wochenende mit, dass die Meerenge bis auf weiteres und bis zum Ende der US-amerikanischen Eingriffe in der Region geschlossen bleibe. Die Durchfahrt sei verboten. Trump widersprach dem. Auch jetzt schrieb er in seinem Post, die Strasse von Hormus sei «offen und wird offen bleiben, mit oder ohne Iran».

In der Folge der jüngsten Angriffe war die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus in den vergangenen Tagen erneut drastisch zurückgegangen. Laut Daten des Anbieters Kpler passierten am Sonntag lediglich 14 Schiffe die Meerenge – der niedrigste Wert in diesem Monat. Vor Kriegsbeginn durchquerten im Schnitt mehr als 100 Schiffe täglich die Strasse von Hormus.

Kurz vor seinem Post auf Truth Social hatte Trump bereits in einem Telefonat mit dem US-Sender Fox News seine Absicht erklärt, die Strasse von Hormus kontrollieren zu wollen. «Wir werden die Meerenge behalten, sie wahrscheinlich betreiben und Wächter der Meerenge werden», sagte Trump am Vormittag (US-Ortszeit). Zugleich führte er fort, dass die Vereinigten Staaten für ihren Schutz «entschädigt» werden sollten. Er begründete sein Vorhaben damit, dass man nicht erwarten könne, dass die USA dies «umsonst» täten.

Ende Juni hatte sein Aussenminister Marco Rubio noch betont, kein Land habe das Recht, für die Nutzung internationaler Gewässer Geld zu verlangen. Eine solche Forderung werde niemals Bestandteil eines akzeptablen Abkommens sein. «Man kann es Maut oder Gebühr nennen», sagte Rubio.

Die Strasse von Hormus sei internationales Gewässer und gehöre keinem Staat. Dies sei ein grundlegendes Prinzip der internationalen Ordnung. Würde man akzeptieren, dass Staaten Gebühren für die Nutzung internationaler Gewässer verlangten, nur weil diese in der Nähe ihres Hoheitsgebiets lägen, könnte sich ein solcher Anspruch weltweit ausbreiten, argumentierte Rubio weiter.

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Kommentare

die Gedanken sind frei

Die haben doch ALLE bereits auf Kriegswirtschaft umgestellt auch die USA und laut Merz muss D ja eh ebenfalls kriegstauglich werden. ...

User #2843 (nicht angemeldet)

Der Kleptokrat Trump wird die ganze Welt in's Elend reiten - und die SVP ist immer noch im Trumpdelirium.

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