Trotz Waffenruhe wieder Zwischenfälle im Libanon

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Israel,

    Trotz der im Libanon geltenden Waffenruhe zwischen proiranischer Hisbollah-Miliz und Israel hat Israels Armee eigenen Angaben zufolge Personen dort angegriffen. Diese hätten von Israel kontrolliertes Gebiet betreten und eine unmittelbare Bedrohung für israelische Soldaten dargestellt, teilte das Militär am Abend mit. Damit hätten sie gegen die Waffenruhe-Vereinbarung verstossen.

    ARCHIV - Israelische Soldaten fahren im Südlibanon. Foto: Ariel Schalit/AP/dpa/Archivbild
    ARCHIV - Israelische Soldaten fahren im Südlibanon. Foto: Ariel Schalit/AP/dpa/Archivbild - Keystone/AP/Ariel Schalit

    Auch aus libanesischen Sicherheitskreisen hiess es, zwei libanesische Männer hätten sich auf verdächtige Weise einer Gegend im Süden des Landes genähert, die Zivilisten derzeit nicht betreten dürften.

    In der Nacht zum Freitag war eine zehntägige Waffenruhe im Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel in Kraft getreten. Seitdem gibt es aber immer wieder Zwischenfällen im Libanon.

    In einer Erklärung des israelischen Militärs hiess es weiter, dass es zwei ähnliche Vorfälle auch am Montag gegeben habe. «In all diesen Fällen hat die israelische Luftwaffe die Terroristen angegriffen, um die Bedrohung zu beseitigen.» Ob es dabei letztlich Verletzte oder gar Tote gab, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

    Israels Armee teilte zudem mit, die vom Iran unterstützte Hisbollah habe am Abend mehrere Raketen auf israelische Soldaten im Südlibanon gefeuert. Das israelische Militär habe daraufhin die Abschussrampe angegriffen. In Nordisrael gab es am Abend zudem Raketenalarm – laut Israels Armee wurden dieser wahrscheinlich durch eine von Israel abgeschossene Drohne aus dem Libanon ausgelöst. Die Drohne sei nicht nach Israel gedrungen. Die Armee sprach von Verstössen gegen die Waffenruhe.

    Aus libanesischen Sicherheitskreisen hiess es derweil weiter, Israels Armee habe zwei Raketen auf eine Gegend im Süden des Landes gefeuert. Zudem gab es demnach israelischen Artilleriebeschuss auf einen weiteren Ort im Südlibanon. Das israelische Militär äusserte sich auf Anfrage zunächst nicht zu beiden Vorfällen.

    In der aktuellen Waffenruhe-Vereinbarung heisst es, Israel solle zwar «offensive» Einsätze gegen Ziele im Libanon unterlassen. Das Land darf sich demnach aber gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen.

    Israelische Soldaten sind weiterhin im Südlibanon stationiert. Israel hat dort nach eigenen Angaben eine sogenannte Sicherheitszone eingerichtet, die zum Schutz der nordisraelischen Ortschaften vor Hisbollah-Angriffen dienen solle. Die libanesische Führung spricht dagegen von einer Besatzung seines Staatsgebiets.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Krankenkasse
    Prämien-Treiber
    Pest
    Pest in Russland?

    MEHR IN POLITIK

    SP vs. Mitte
    SP vs. Mitte
    Der geplante KVA-Ersatzneubau wirft bei den Verbandsgemeinden weiterhin Fragen auf. Melanie Huber (GLP) hat sie in Weinfelden mit einer Interpellation gebündelt.
    KVA Thurgau
    1 Interaktionen
    Paris

    MEHR AUS ISRAEL

    Flydubai Flugahfen Tel Aviv
    Flydubai-Drama
    Israel Armee Westjordanland
    Westjordanland
    22 Interaktionen
    Jerusalem