Syrien verkündet Abzug aller US-Truppen
Syriens Regierung hat den vollständigen Abzug der bisher im Land stationierten US-Truppen verkündet.

Die «militärischen Einrichtungen, an denen Truppen der Vereinigten Staaten zuvor in Syrien anwesend waren», seien «komplett an die syrische Regierung übergeben» worden, teilte das Aussenministerium in Damaskus mit.
Von der US-Regierung in Washington oder dem US-Militär gab es zunächst keine Bestätigung des vollständigen Abzugs. Der Schritt deutete sich aber schon seit Monaten an. Im Februar gab es Berichte über Pläne für den Abzug innerhalb von 30, 60 oder 90 Tagen.
US-Präsident Donald Trump hatte 2018 während seiner ersten Amtszeit bereits verkündet, dass die US-Soldaten im Land vollständig abziehen sollten. Die Angaben zur Zahl der US-Soldaten schwankten zwischen 900 und 2.000.
Das US-Militär kämpfte in Syrien an der Seite kurdisch angeführter Milizen lang gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die inzwischen als militärisch besiegt gilt. In den vergangenen Jahren griff das US-Militär weiterhin IS-Anführer sowie mit dem Iran verbündete Milizen an.
Der Abzug passe zur gemeinsamen Einschätzung der USA und Syriens, dass die Umstände für die US-Präsenz – nämlich der Aufstieg des IS – sich «grundlegend» geändert hätten, hiess es nun. Der syrische Staat sei heute «vollständig fähig», den Kampf gegen Terrorismus mit Hilfe anderer Länder zu führen.






