«Super Mario» mit Karlspreis ausgezeichnet

Keystone-SDA
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Deutschland,

Für Verdienste um die europäische Einigung ist der italienische Politiker und Finanzexperte Mario Draghi im Aachener Rathaus mit dem Karlspreis ausgezeichnet worden. «Ich denke, Sie werden verstehen, dass seine Freunde ihn Super Mario nennen», sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Festrede. Damit spielte er auf eine berühmte Videospielfigur, einen italienischen Klempner mit roter Mütze und Schnurrbart, an.

dpatopbilder - Der Aachener Oberbürgermeister Michael Ziemons überreicht den Karlspreis an den ehemaligen EZB-Präsidenten Mario Dragh. Foto: Henning Kaiser/dpa
dpatopbilder - Der Aachener Oberbürgermeister Michael Ziemons überreicht den Karlspreis an den ehemaligen EZB-Präsidenten Mario Dragh. Foto: Henning Kaiser/dpa - Keystone/dpa/Henning Kaiser

Draghi habe den Euro in bedrohlicher Zeit stabilisiert, sagte Merz. «Sie haben etwas riskiert, es hätte scheitern können.» Aber es habe sich ausgezahlt. «Der Euro ist heute unangefochten.» Der heute 78 Jahre alte Draghi hatte 2012 auf dem Höhepunkt der Euro-Krise als Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) gesagt, man werde tun, «whatever it takes» – was immer nötig ist -, um die gemeinsame Währung zu sichern.

Merz sagte, heute stehe Europa erneut und in ungekannter Weise unter Druck. Auch hier habe Draghi vor zwei Jahren mit dem nach ihm benannten Report zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit den richtigen Weg gewiesen.

Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis sagte als zweiter Festredner, in der Euro-Krise hätten viele behauptet, Griechenland sei nicht reformfähig. Andere, unter ihnen Mario Draghi, hätten das anders gesehen. Heute stehe fest, dass dieses Vertrauen in Griechenland gerechtfertigt gewesen sei.

Die heutigen Herausforderungen seien anders: Die europäische Wettbewerbsfähigkeit verschlechtere sich zusehends. «Es besteht die Gefahr, dass Europa (....) zum Zuschauer von Entscheidungen wird, die anderswo getroffen werden.» Der Draghi-Report zeige auf, wie Europa auch diese Krise meistern könne. Dazu gehöre auch die Verbesserung der europäischen Verteidigungsfähigkeit. Wenn sich Europa zum Handeln entschliesse nach dem Motto «whatever it takes», könne es auch heute noch Geschichte schreiben, sagte Mitsotakis.

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Kommentare

User #4987 (nicht angemeldet)

Aber, in seiner Rede hat er es auf den Punkt gebracht. Wenn die EU diese unfähigen Beamten ersetzen würden mit guten Leuten, dann hätten wir keine Probleme.

User #3433 (nicht angemeldet)

"Europäer kaufen mehr bei Lieferanten von außerhalb der EU, wegen den internen Handelsbarrieren ist das schneller und preiswerter". Ist das Realsatire, oder surreale Realität? Ich sage stets: Europa ist kein Binnenmarkt, sondern nur eine Zollmauer nach Außen, und eine RegelMauer nach Innen. Doch die Mehrheit glaubt eben gerne die Märchen vom "grössten Binnemarkt, grösste Freihandelszone", und das obwohl jeder Bürger aus eigener Anschauung weis das es keinen gemeinsamen Markt für Neufahrzeuge, Medikamente, Versicherungen, Nahrungsmittel-Hygiene-Regeln usw. usw. usw. Illusionen, die durch die permanente Wiederholung in den Rang von Fakten erhoben wurden, und in Deutschland sogar zu strategischen Allianzen mit China und Ruzzland führten; weil man annahm das das eigene Modell so Atraktiv ist das alle anderen so werden wollen müssen......... Die Narrenzeit kommt nun hoffentlich an ihrem Ende.........der grösste Clown dieser 25 Jährigen vergeudeten Zeit war wahrscheinlich Berlusconi, d.h. wenn wir Boris Johnson nicht mit zählen. Das Augenrollen von Angela Merkel verdient den ersten Platz, als die Person die mit ihrer Geste stellvertretend die europäische Strategie-, und Ratlosigkeit repräsentierte?

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