Stichwahl um das Präsidentenamt im Niger

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    Niger,

    Im Niger fällt am Sonntag in einer Stichwahl die Entscheidung über den neuen Präsidenten des Sahel-Staates.

    Anhänger des Kandidaten Mohamed Bazoum
    Anhänger des Kandidaten Mohamed Bazoum - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bazoum erhielt im ersten Durchgang 39 Prozent der Stimmen.

    Erstmals seit der Unabhängigkeit des Landes von Frankreich 1960 soll ein Machtwechsel zwischen zwei Staatschefs gelingen, die aus demokratischen Wahlen hervorgingen. Der scheidende Präsident Mahamadou Issoufou trat nach zwei Amtsperioden verfassungskonform nicht mehr an. Für die nun anstehende Stichwahl hat Issoufous enger Vertrauter Mohamed Bazoum die besten Chancen.

    Bazoum erhielt im ersten Durchgang 39 Prozent der Stimmen. Sein Stichwahl-Kontrahent Mahamane Ousmane kam nur auf etwa 17 Prozent. In Niger leben mehr als 40 Prozent der Bevölkerung nach Zahlen der Weltbank in extremer Armut. Mit durchschnittlich sieben Kindern pro Frau belegt das Land im Weltvergleich den Spitzenplatz. Der Sahel-Staat hat 22 Millionen Einwohner, von denen 7,4 Millionen zu dem Wahlgang aufgerufen sind. Vier Mal kam seit 1960 das Militär durch einen Putsch an die Macht.

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