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    Ständerat lässt nach Fan-Ausschreitungen schnelle Urteile prüfen

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Sportfans sollen nach Ausschreitungen in Stadien rasch bestraft werden können. Der Ständerat wünscht sich Erläuterungen vom Bund, wie die Schweiz im Umgang mit gewalttätigen Fans dem Vorbild Englands folgen und schnelle Urteile aussprechen könnte.

    Fussball Super League Fan-Gewalt
    Fan-Ausschreitungen - keystone

    Ohne Opposition überwies der Ständerat am Mittwoch ein Postulat von Andrea Gmür-Schönenberger (Mitte/LU) an den Bundesrat. Er soll in einem Bericht darlegen, wie die Gesetzgebung angepasst werden müsste, um nach Gewaltvorfällen in Stadien rasche Urteile fällen zu können. Modell stehen soll dabei England.

    In Birmingham war es Ende November 2025 beim Europa-League-Spiel von YB gegen Aston Villa zu Ausschreitungen gekommen. Nur 48 Stunden später seien mehrere YB-Fans verurteilt worden, sagte Gmür-Schönenberger im Rat. Es gelte, in diesem Bereich endlich Ruhe zu bekommen, ohne die Freude am Fussball zu beeinträchtigen.

    Das britische Verfahren scheine äusserst schnell und effizient zu sein, schrieb Gmür-Schönenberger zu ihrem Vorstoss. Folgten die Strafen unmittelbar auf die Tat, habe das auch abschreckende Wirkung.

    Der Bundesrat hofft auf neue Erkenntnisse aus einem vergleichenden Bericht. Fankurven trügen zwar zum Fussballerlebnis bei, sagte Justizminister Beat Jans. «Aber bei Gewalt hört der Spass auf.» Es dürfe nicht toleriert werden, dass Menschenleben in Stadien gefährdet würden.

    Kommentare

    User #1427 (nicht angemeldet)

    Niemand will offensichtlich dieses leidige Thema effektiv an die Hand nehmen. Vor wem haben die schiss?

    User #4169 (nicht angemeldet)

    Schön dass wieder einmal etwas Dringendes geprüft wird. Wie wäre es für einmal Nägel mit Köpfen zu machen. Die Mehrheit hat längst die Nase voll von der Prüferei.

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