Nach einem Auftritt wurde das Auto von Gesundheitsminister Jens Spahn von sogenannten Querdenkers belagert.
Jens Spahn bei einem früheren Termin
Jens Spahn bei einem früheren Termin - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Querdenker haben das Auto von Jens Spahn belagert.
  • Sie haben sein Auto beworfen und die Abfahrt verhindert.

Sogenannte Querdenker haben nach einem Auftritt von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Baden-Württemberg sein Auto beworfen und die Abfahrt behindert. Auf den Wagen des Ministers sei «mindestens» ein Ei geschleudert worden, teilte die Polizei am Freitag in Reutlingen mit. Ausserdem hätten Einsatzkräfte «vereinzelt» Menschen abdrängen müssen, um den Weg für das Fahrzeug freizumachen.

Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Beamten am Freitag bei einem Wahlkampftermin in einer Halle in Mössingen. 50 bis 60 «überwiegend der Querdenkerszene zuzuordnende Personen» hätten sich vor dem Gebäude versammelt, um «gegen die derzeitige Corona- und Impfpolitik der Bundesregierung» zu protestieren. Nach dem Eierwurf wurde demnach ein Verdächtiger vorläufig festgenommen.

Es war nicht das erste Mal, das Gegner von Massnahmen gegen die Corona-Pandemie aggressiv die Abfahrt von Politikern störten. Am Dienstagabend musste die Polizei im sächsischen Freiberg nach einer Podiumsdiskussion mit Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) Menschen zurückdrängen, die eine Strasse blockierten. Dabei schoben diese eine Polizeikette zurück, wobei ein Wagen aus der Kolonne des Regierungschefs einer Beamtin über den Fuss fuhr.

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