Selenskyj: Russland verliert Initiative auf dem Schlachtfeld

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Ukraine,

Russland verliert im Krieg gegen die Ukraine die Initiative auf dem Schlachtfeld und eröffnet damit nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj den Weg zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts. Seit Ende Dezember des Vorjahres gerate die russische Armee immer mehr in die Rückhand bei hohen Verlusten an Soldaten, erklärte Selenskyj in einem Interview des Senders CBS News, das er in Teilen auch auf X und Telegram veröffentlichte. Russland könne nicht mehr Territorium besetzen als die Ukraine zurückerobere.

ARCHIV - Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Michael Kappeler/dpa
ARCHIV - Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Michael Kappeler/dpa - Keystone/dpa/Michael Kappeler

«Daher denke ich, dass wir einen diplomatischen Weg finden müssen – hinsetzen und verhandeln – bis Anbruch des nächsten Winters», sagte Selenskyj. Allerdings sei dazu innerer Druck auf Kremlchef Wladimir Putin ebenso nötig wie mehr Sanktionsdruck durch die USA und Europa. Auch Europa müsse mit am Verhandlungstisch sitzen, möglicherweise in einem Dreierformat von Grossbritannien, Frankreich und Deutschland.

Bisherige Verhandlungs- oder Vermittlungsversuche sind an den Maximalforderungen Moskaus gescheitert. Zu diesen gehört unter anderem, dass Kiew seine Armee aus den bislang nicht von Russland eroberten Gebieten im Donbass, den die Regionen Donezk und Luhansk bilden, abzieht.

Selenskyj kritisierte die Lockerung von Sanktionen gegen Russland angesichts der Erdölkrise, hervorgerufen durch den Krieg der USA gegen den Iran. «Sanktionen aufheben bedeutet, russischen Soldaten zu helfen, indem man der russischen Industrie hilft», sagte er. Durch die Lockerung der Sanktionen gegen Moskau habe es keine Überraschungen wie niedrigere globale Preise für Öl, Benzin oder Diesel gegeben. Vielmehr sei diese Lockerung seiner Meinung nach ein Weg, um den Dialog mit Russland aufzubauen. «Aber dies ist nicht die richtige Herangehensweise, denn sie (die Russen) verstehen keine Worte oder Empathie und sehen es als Zeichen der Schwäche.»

Kommentare

User #4529 (nicht angemeldet)

Es ist jedoch belegt, dass Russland seit Monaten täglich zahlreiche zuvor eroberte Gebiete wieder verliert. Das von den Besatzern verhängte Rückzugsverbot zeigt kaum Wirkung und führt letztlich dazu, dass aktuell deutlich mehr russische Soldaten ihr Leben verlieren als gewöhnlich. Kurz gesagt, seitdem der Zugang zu Starlink für die russischen Streitkräfte blockiert wurde, befindet sich Russland nahezu ausschließlich in der Defensive. Aber hängt das wirklich an Starlink?

User #2314 (nicht angemeldet)

Jetzt siehts aber düster aus für die Russen. Jetzt zeigt sich Russlands desolate Strukturen, seine Desorganisation, sein Unvermögen in eine innovative Wirtschaftsleistung. Für so ein grosses Land eine riesige Blamage!

Weiterlesen

Nati
67 Interaktionen
WM-Final live 0:0*
Bildschirm
15 Interaktionen
Angriff aus dem Büro

MEHR IN POLITIK

new york zohran mamdani
5 Interaktionen
New York
2 Interaktionen
Washington
4 Interaktionen
Enerhodar
Israel
51 Interaktionen
Basel

MEHR AUS UKRAINE

33 Interaktionen
Simferopol
18 Interaktionen
Enerhodar
Saporischschja akw
24 Interaktionen
AKW
35 Interaktionen
Kiew