Schweden stoppt umstrittenen Knast-Plan für 13-Jährige

    Keystone-SDA
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    Die schwedische Regierung rückt von ihrem Plan ab, schon 13-jährige schwere Straftäter ins Gefängnis zu stecken. Der Vorschlag bekomme voraussichtlich nicht die nötigen Stimmen im Parlament, sagte Justizminister Gunnar Strömmer dem schwedischen Rundfunk.

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    Die schwedische Flagge. - keystone

    Die liberal-konservative Regierung wollte das Strafmündigkeitsalter bei besonders schweren Verbrechen von 15 auf 13 Jahre senken und schon sehr junge Jugendliche in Gefängnissen unterbringen. Nun will die Regierung dem Sender SVT zufolge stattdessen vorschlagen, das Strafmündigkeitsalter auf 14 Jahre abzusenken.

    Schweden ringt seit mehreren Jahren mit kriminellen Gangs, die oft Minderjährige rekrutieren, damit diese für sie schwere Verbrechen bis hin zu Morden begehen. Die Banden nutzen dabei aus, dass 13- und 14-Jährige nach heutiger Gesetzeslage nicht strafmündig sind. Minderjährige Täter landen in der Regel lediglich in geschlossenen Heimen.

    Die Regierung von Ministerpräsident Ulf Kristersson hatte die Strafvollzugsbehörde vor längerem beauftragt, in Gefängnissen Sonderabteilungen für 15 bis 17 Jahre alte schwere Straftäter zu schaffen. Im vergangenen Herbst hatte sie den Auftrag dahingehend erweitert, dass er auch 13- und 14-Jährige umfassen soll.

    Die Strafvollzugsbehörde hatte die Pläne abgelehnt. Auch Experten und die Kinderrechtsorganisation Bris waren kritisch. Polizei und Staatsanwaltschaft befürchten zudem, dass bei einer Senkung des Strafmündigkeitsalters die Gefahr besteht, dass die Gangs noch jüngere Kinder im Alter von erst elf oder zwölf Jahren für Verbrechen rekrutieren.

    Kommentare

    User #6188 (nicht angemeldet)

    komm es ist wahlkampf und keiner geht hin.

    User #5301 (nicht angemeldet)

    Die Schweiz könnte den Plan brauchen

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