Ständerat

    Ständerat will tiefere Mehrwertsteuererhöhung für Rüstungsfonds

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Der Ständerat will zusätzliche Rüstungsausgaben für die Armee unter anderem über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,2 Prozentpunkte finanzieren. Die bundesrätliche Vorlage sah eine Erhöhung um 0,5 Prozentpunkte vor.

    Ein verschuldungsfähiger Fonds für die Finanzierung zusätzlicher Rüstungsgüter für die Armee war im Ständerat unbestritten. Bei der Finanzierung wich der Rat aber von den Vorschl...
    Ein verschuldungsfähiger Fonds für die Finanzierung zusätzlicher Rüstungsgüter für die Armee war im Ständerat unbestritten. Bei der Finanzierung wich der Rat aber von den Vorschl... - KEYSTONE/KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

    Mit ihrem Votum folgte die kleine Kammer am Montagabend der Mehrheit ihrer vorberatenden Sicherheitspolitischen Kommission (SIK-S) sowie ihrer Finanzkommission (FK-S). Auch der Sondersatz für die Beherbergungsleistungen soll um 0,1 Prozentpunkte steigen.

    Ergänzend zur Mehrwertsteuer soll der Rüstungsfonds nach dem Willen des Rates aus den ordentlichen Finanzierungsüberschüssen des regulären Bundeshaushaltes alimentiert werden. Auch beantragte der Rat zusätzlich Fondseinlagen aus dem allgemeinen Bundeshaushalt, aufgeteilt nach gebundenen und ungebundenen Einlagen.

    Der Fonds soll nach dem Willen der Ratsmehrheit ein Volumen von 24 Milliarden Franken haben und von Anfang 2029 bis Ende 2045 laufen.

    Die Sicherheitspolitische Kommission und die Finanzkommission wollen die Schaffung der gesetzlichen Grundlagen für den Rüstungsfonds zudem von der Genehmigung durch die obligatorische Volksabstimmung über die Mehrwertsteuer-Erhöhung trennen. Der dafür nötigen Verfassungsänderung müssen Volk und Stände zustimmen.

    Mit der Trennung bliebe der Fonds auch dann bestehen, wenn die Mehrwertsteuer-Erhöhung an der Urne scheitert. Und sollte gegen das Gesetz für den Rüstungsfonds ein Referendum ergriffen werden, würden die beiden Abstimmungen voneinander entkoppelt.

    Die Mehrwertsteuer-Abstimmung soll gemäss den Kommissionsanträgen denn auch erst 2028 stattfinden statt wie vom Bundesrat vorgeschlagen 2027. Entsprechend würde die Mehrwertsteuer ab 2029 erhöht statt ab 2028.

    Als nächstes muss der Nationalrat über die Vorlage befinden.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Taxi
    238 Interaktionen
    Spritpreis steigt
    weidel
    40 Interaktionen
    Abstiegssorgen

    MEHR STäNDERAT

    6 Interaktionen
    Bern
    18 Interaktionen
    Bern
    Credit Suisse
    Zu UBS-Eigenkapital
    3 Interaktionen
    Bern/Basel

    MEHR AUS STADT BERN

    3 Interaktionen
    Kritik am Bund
    Kanton Bern
    Kanton Bern