Schüsse vor Israels Konsulat in Istanbul - Ein Angreifer tot
Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul sind Schüsse gefallen. Ein Angreifer wurde nach offiziellen Angaben getötet, zwei weitere wurden verletzt.

Vor dem israelischen Generalkonsulat im Istanbuler Stadtteil Levent ist es zu einem bewaffneten Zwischenfall gekommen. Dort fielen am Dienstagmittag nach Angaben der Behörden mehrere Schüsse, wie «Euronews» berichtet.
Einsatzkräfte der türkischen Polizei rückten daraufhin in grosser Zahl an den Ort. Nach offiziellen Angaben wurden insgesamt drei Angreifer «neutralisiert», wie es in der türkischen Polizeiarbeit ausgedrückt wird.
Bei dem Schusswechsel wurde mindestens ein Angreifer getötet, zwei weitere verletzt und festgenommen, berichtet «Deutschlandfunk». Der Vorfall ereignete sich im Finanzviertel nahe dem Konsulat, das in einem Hochhaus untergebracht ist, berichten Medien.
Hintergründe noch unklar
Laut «n‑tv» wurden die Angreifer offenbar bewaffnet vor Ort gestellt. Der Vorfall entwickelte sich zu einem längeren Schusswechsel in unmittelbarer Nähe des Konsulats.

Zwei Polizisten wurden bei dem Einsatz verletzt, berichtet «Frankfurter Rundschau». Berichte über Opfer unter Passanten oder Konsulatsmitarbeitern liegen bislang nicht vor, schreibt «RTL».
Die Hintergründe des Vorfalls sind bislang unklar. Behörden haben laut «Euronews» noch keine abschliessende Bewertung abgegeben und untersuchen den Zwischenfall weiter.
Staatsanwaltschaft prüft Tathergang
Der türkische Justizminister Akin Gürlek erklärte, die Istanbuler Staatsanwaltschaft habe Ermittlungen eingeleitet, berichtet «Tagesspiegel». Ziel der Untersuchung ist es laut Behörden, den Tathergang umfassend aufzuklären und die Beteiligung der Verdächtigen zu prüfen.
Die israelische Vertretung äusserte sich bislang nicht öffentlich zu Details des Vorfalls, berichten Medien. Türkische Behörden betonen laut «n-tv», dass der Schutz diplomatischer Einrichtungen weiterhin oberste Priorität habe.












