Putin wirft Westen Instrumentalisierung Nawalnys vor

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    Der russische Präsident Wladimir Putin erhebt schwere Vorwürfe gegen den Westen: Dieser hätte die landesweiten Proteste rund um Nawalny gezielt unterstützt.

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    Wladimir Putin ist überzeugt: Wegen des Impfstoffes Sputnik V sähen sich andere Staaten in Zugzwang. - SPUTNIK/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Proteste rund um Nawalny halten in Russland weiter an.
    • Präsident Wladimir Putin sieht hierfür den Westen in Verantwortung.
    • Dieser würde die Proteste gezielt unterstützen, um Russland zu schwächen.

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat dem Westen eine Instrumentalisierung des inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny vorgeworfen.

    Ziel des Westens sei es, Russland «einzudämmen», sagte Putin in einem am Sonntag im Staatssender Rossija 24 veröffentlichten Interview. Die «Gegner oder potenziellen Gegner» Moskaus hätten schon immer «ehrgeizige, machthungrige Menschen» für ihre Zwecke eingesetzt, führte der Kreml-Chef aus.

    Sputnik V
    Sputnik V stiess in vielen Ländern auf Vorbehalte. - AFP/Archiv

    Putin deutete in dem Interview an, dass die landesweiten Proteste in Russland gegen Nawalnys Inhaftierung vom Ausland unterstützt worden seien. Damit hätten die ausländischen Regierungen von der Corona-bedingten «Erschöpfung, Frustration und Unzufriedenheit» ablenken wollen.

    Putin überzeugt: Andere Staaten wegen Sputnik V im Zugzwang

    Die «zahlreichen Erfolge» Russlands im militärischen Bereich, im Corona-Krisenmanagement sowie bei der Entwicklung des Impfstoffs Sputnik V sorgten bei den Gegnern Moskaus allmählich «für Irritation», sagte Putin weiter.

    «Je stärker wir werden, desto stärker wird diese Eindämmungspolitik.» Mit dem Begriff bezog sich der russische Präsident auf die Eindämmungsstrategie der USA gegenüber der Sowjetunion während des Kalten Krieges.

    Ukraine Krieg
    Der Kremlgegner Alexei Anatoljewitsch Nawalny im Gerichtssal. (Archivbild) - dpa

    Die Beziehungen zwischen Russland und der EU sowie den USA sind derzeit extrem angespannt. Hintergrund ist die Festnahme und spätere Verurteilung Nawalnys zu einer Haftstrafe, nachdem er im Januar von Deutschland nach Russland zurückgekehrt war. In Deutschland war der 44-Jährige nach einem Giftanschlag im August medizinisch behandelt worden.

    Gegen Nawalnys Inhaftierung sowie gegen Präsident Putin hatte es zuletzt in ganz Russland Proteste gegeben. Die Behörden gingen mit Härte gegen die Demonstranten vor, mehr als 10.000 Menschen wurden festgenommen. Die EU erwägt wegen des Umgangs mit der Opposition in Russland neue Sanktionen gegen Moskau.

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