Putin hofft auf Neustart der Beziehungen zu den USA

    AFP
    AFP

    Russland,

    Russlands Präsident Wladimir Putin hofft auf einen Neustart der Beziehungen zu den USA unter ihrem künftigen Präsidenten Joe Biden.

    Putin bei seiner virtuellen Jahreskonferenz
    Putin bei seiner virtuellen Jahreskonferenz - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Russlands Staatschef setzt auf Zusammenarbeit mit künftigem US-Präsidenten Biden.

    Er hoffe, dass ein Teil der Probleme zwischen beiden Ländern «unter der neuen Regierung gelöst wird», sagte Putin am Donnerstag bei seiner virtuellen Pressekonferenz zum Jahresende mit Blick auf Bidens Amtsantritt am 20. Januar.

    Die Beziehungen zwischen Moskau und Washington seien während der Amtszeit des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump zur «Geisel» der US-Innenpolitik geworden. Unter Biden hoffe er auf eine Verbesserung, da der frühere Vize-Präsident «sowohl innen- als auch aussenpolitisch erfahren ist», sagte Putin.

    Putin hatte Biden später als die meisten Staats- und Regierungschefs zu seinem Sieg bei der Präsidentschaftswahl am 3. November gratuliert, da er nach eigenen Angaben erst das offizielle Ergebnis abwarten wollte. Einen Tag nach der Bestätigung von Bidens Wahlsieg im sogenannten Electoral College der USA übermittelte Putin ihm schliesslich am Dienstag seine Glückwünsche und kündigte an, er sei «bereit zur Zusammenarbeit» mit der künftigen US-Regierung.

    Biden hat versprochen, sich entschieden gegen Russland zu stellen. Moskau wird unter anderem vorgeworfen, sich in die US-Wahl 2016 eingemischt zu haben, um Trump zum Sieg zu verhelfen. Moskau weist dies zurück. Putin bezeichnete diese Vorwürfe bei seiner Pressekonferenz am Donnerstag als «Spekulationen, deren Ziel es ist, die Beziehungen zwischen Russland und den USA zu beschädigen». Ausserdem solle damit die Legitimität Trumps in Zweifel gezogen werden.

    Putin sagte, er mache sich keine Sorgen um die berufliche Zukunft des scheidenden Präsidenten. Trump verfüge über einen breiten Rückhalt in der Gesellschaft und er habe nicht den Eindruck, dass der frühere Immobilienmogul sich aus der Politik zurückziehen wolle.

    Biden wird der vierte US-Präsident sein, der seit der ersten Wahl Putins zum russischen Staatschef im Jahr 2000 ins Weisse Haus einzieht. Die Russen hatten im Sommer für eine Verfassungsänderung gestimmt, die es Putin erlaubt, theoretisch bis 2036 im Amt zu bleiben.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    «Arena»
    142 Interaktionen
    Kriegsmaterial-«Arena»
    Meghan Markle
    Hausarrest für Vater

    MEHR IN POLITIK

    7 Interaktionen
    Kiew
    Lukas Schnyder Airbnb
    3 Interaktionen
    Vorbild Zürich
    Philip C. Brunner (SVP)
    3 Interaktionen
    Zuger SVP-Präsi

    MEHR AUS RUSSLAND

    Peskow Putin ukraine
    19 Interaktionen
    Zur Ukraine
    cannabis
    13 Interaktionen
    Studie
    13 Interaktionen
    Moskau
    nemzow
    17 Interaktionen
    Moskau