Pakistan und Afghanistan treffen sich zu Gesprächen

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Pakistan,

Pakistan und Afghanistan treffen sich wieder zu Gesprächen. Wie pakistanische Sicherheitskreise der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bestätigten, sollen sich Delegationen der beiden Länder heute in der südchinesischen Stadt Urumqi treffen.

ARCHIV - Sicherheitskräfte der Taliban inspizieren die zerstörten Ruinen der Drogenrehabilitationsklinik in der afghanischen Hauptstadt nach einem Luftangriff. Die Taliban-Regierung m...
ARCHIV - Sicherheitskräfte der Taliban inspizieren die zerstörten Ruinen der Drogenrehabilitationsklinik in der afghanischen Hauptstadt nach einem Luftangriff. Die Taliban-Regierung m... - Keystone/dpa/Sami Jan

Zuvor hatten Medien in beiden Ländern über das geplante Treffen berichtet. Seit etwa fünf Wochen gibt es Kämpfe zwischen den Nachbarländern und gegenseitige Angriffe. Islamabad wirft Kabul vor, Terroristen zu beherbergen, die in Pakistan Anschläge verüben. Kabul bestreitet das.

Nach Angaben der Sicherheitskreise sind Beamte der mittleren Führungsebene des Aussenministeriums und des Geheimdienstes Teil der pakistanischen Delegation. Demnach hatten die chinesischen Vermittler Urumqi in der Uiguren-Region Xinjiang als Ort vorgeschlagen. Sollte diese erste Gesprächsrunde gut verlaufen, würden höhere Beamte einbezogen werden.

Chinesische Diplomaten führten im aktuellen Konflikt mit beiden Konfliktparteien Gespräche. Die Volksrepublik gilt als strategischer Partner Pakistans und hegt auch in Afghanistan wirtschaftliche Interessen.

Die Taliban hatten schon früh im Konflikt mit Pakistan auf Vermittlung gedrängt. Pakistan ist den Islamisten militärisch überlegen.

Schon im vergangenen Herbst war es zu Kämpfen zwischen den Ländern gekommen. Vermittlungsbemühungen der Türkei, Saudi-Arabiens und Katars hatten keinen nachhaltigen Frieden gebracht. Die neuerlichen Gespräche seien eine Fortsetzung der vorherigen Verhandlungen, hiess es aus den pakistanischen Sicherheitskreisen.

UN-Experten hatten zuletzt kritisiert, Pakistan habe keine ausreichenden Belege geliefert, dass die afghanische Regierung die Terrorgruppe Tehrik-e-Taliban zu Angriffen in Pakistan angewiesen habe – womit Pakistan die eigenen Angriffe begründet. Ein Recht auf Selbstverteidigung Pakistans bestehe daher nicht.

Kommentare

Weiterlesen

wetter hitze badi
715 Interaktionen
Hitze-Ansturm
public
97 Interaktionen
22 Uhr

MEHR IN POLITIK

hormus
1 Interaktionen
Nach Angriff
1 Interaktionen
Bern
selenskyj
13 Interaktionen
40-Tage-Operation

MEHR AUS PAKISTAN

1 Interaktionen
Islamabad
Donald Trump Hormus Tanker
334 Interaktionen
Laut Berichten
Donald Trump
277 Interaktionen
Bald Frieden?
Pakistan
1 Interaktionen
Islamabad