Österreichs Aussenminister kritisiert Abzug von Diplomaten aus Kiew

    Keystone-SDA
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    Russland,

    Österreichs Aussenminister Alexander Schallenberg hat den verfrühten Abzug von diplomatischem Personal aus Kiew kritisiert – «denkt an die Menschen dort».

    US-Botschaft in Kiew
    US-Botschaft in Kiew - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Alexander Schallenberg kritisiert den verfrühten Abzug der Diplomaten in Kiew.
    • Nach dem Aussenminister Österreichs sei es ein fragwürdiges Zeichen für die Einheimischen.
    • Die USA warnen schon seit Wochen von einer potenziellen Invasion Russlands in die Ukraine.

    Österreichs Aussenminister Alexander Schallenberg kritisiert den Abzug von Botschaftspersonal aus der Ukraine aus Furcht vor einer russischen Invasion. «Ich halte es für ein fragwürdiges Zeichen gegenüber den Menschen in der Ukraine.» Das sagte der ÖVP-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Dienstag.

    Er habe entschieden, «dass die Mitarbeiter der österreichischen Botschaft genau in dieser volatilen Phase dort bleiben müssen. Solange es nur vertretbar ist».

    Aus dem US-Aussenministerium hatte es bereits am Samstag geheissen. Das Personal in der Botschaft in ukrainischen Hauptstadt Kiew werde «auf ein absolutes Minimum» reduziert.

    USA warnen seit Wochen von einer russischen Invasion

    Auch andere Staaten kündigten an, ihre Botschaftspräsenz in der Ukraine zu verkleinern. Seit Wochen warnen vor allem die USA vor einer russischen Invasion in die Ukraine. Der Kreml weist die Vorwürfe regelmässig zurück.

    Schallenberg äusserte zugleich Erwartungen an die Moskau-Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Dienstag. «Wir sind offen für ernsthafte Gespräche mit Moskau. Wir signalisieren aber auch ganz klar, welche politischen und wirtschaftlichen Kosten auf Russland zukommen würden. Falls es eine weitere militärische Aggression gegenüber der Ukraine geben wird», sagte er.

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    Olaf Scholz im Bundestag. (Archivbild) - AFP/Archiv

    «Ich bin überzeugt, dass Bundeskanzler Scholz dieser gemeinsamen europäischen Position in Moskau weiter Gewicht verleihen wird.»

    Der österreichische Aussenminister stellte sich hinter die deutsche Position, Waffenlieferungen in die Ukraine abzulehnen. «Für Österreich kommen Waffenlieferungen überhaupt nicht infrage», sagte er. Europa solle sich nicht kleiner machen, als es sei. «Es ist die Europäische Union, die wirtschaftlich die engsten Verbindungen mit Russland hat - und damit auch die grössten Einflussmöglichkeiten.»

    Scharf kritisierte er, dass US-Präsident Joe Biden im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise von der Gefahr eines «Weltkriegs» gesprochen hatte. «Ich glaube nicht an einen Flächenbrand. Aber ich finde es brandgefährlich, überhaupt so eine Sprache zu verwenden.»

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