Zivildiensteinsätze an Schulen verbessern die Unterrichtsqualität
Der Einsatz von Zivildienstleistenden an Schulen trägt nachweislich zur Verbesserung der Qualität des Unterrichts bei. Zu diesem Schluss kommt ein vom Bundesamt für Zivildienst in Auftrag gegebener Evaluationsbericht, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Die Einführung des Tätigkeitsbereichs Schulwesen im Zivilschutz per 1. Juli 2016 sei damals auf Skepsis gestossen, schreibt das Bundesamt. Dies sei Anlass gewesen, die Einsätze rund zehn Jahre danach einer Evaluation zu unterziehen. Diese kam nun gemäss Communiqué zu einem positiven Befund.
«Zivildienstpflichtige unterstützen die schulische Bildung und übernehmen Aufgaben, die sonst zu einem grossen Teil nicht ausgeführt würden», heisst es. Damit würden sie vor dem Hintergrund des zunehmenden Bedarfs an Unterstützungsleistungen an Schulen zu einer verbesserten Qualität des Unterrichts und der Betreuung der Schülerinnen und Schüler beitragen.
Die Zivildienstpflichtigen seien unterstützend tätig, dürften aber nicht Verantwortung für den Unterricht übernehmen, heisst es. Sie begleiten gemäss Communiqué Lehrpersonen im Unterricht und bei administrativen Aufgaben und tragen damit zu einer individuelleren Förderung der Schülerinnen und Schüler bei. Es seien Aufgaben, für die sonst nicht genügend Ressourcen zur Verfügung stünden.
Dazu kämen Einsätze in der Betreuung ausserhalb des eigentlichen Unterrichts, beispielsweise im Rahmen von Mittagstischen, Schullagern. Sie seien als «altersnahe männliche Bezugspersonen» eine wertvolle Ergänzung im Schulalltag.
Die Evaluation zeige auf, dass ein Wegfall der Zivildiensteinsätze kaum ohne Verluste in der Bildungsqualität kompensiert werden könnte. Das Bundesamt für Zivildienst kommt deshalb zum Schluss, dass diese Einsätze den gesetzlichen Vorgaben zu Zweck und Zielen des Dienstes entsprechen.
2024 waren 557 Einsatzorte in der Vorstufe bis zur Sekundarstufe II anerkannt, wie das Bundesamt schreibt. Die meisten davon, nämlich 72 Prozent, in Primarschulen und Kindergärten. Zur Optimierung der Einsätze will das Bundesamt nun obligatorische Vorbereitungskurse für Zivildienstleistende in diesem Bereich einführen.






