Gericht

    Oberstes US-Gericht: Tennessee darf Christa Pike hinrichten

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    USA,

    In Tennessee darf die erste geplante Hinrichtung einer Frau seit mehr als 200 Jahren vollstreckt werden.

    Christa Pike (50)
    Christa Pike (50) wird jetzt doch in Tennessee hingerichtet werden. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Oberste US-Gericht hebt den Vollstreckungsstopp im Fall Christa Pike auf.
    • Ein Berufungsgericht hatte Pikes Hinrichtung wegen Zweifeln am Verfahren gestoppt.
    • Christa Pike wäre die erste Frau seit 1819, die in Tennessee hingerichtet wird.

    Das Oberste US-Gericht gab im Fall Christa Pike einem Eilantrag der für die Gefängnisse zuständigen Behörde des Bundesstaates statt und setzte damit den von einer unteren Instanz verhängten Vollstreckungsstopp ausser Kraft.

    Am Mittwoch war die Vollstreckung per Giftspritze erst kurz vor knapp gestoppt worden. Die heute 50-Jährige wurde 1996 für den Mord an einer damals 19-jährigen Bekannten zum Tode verurteilt.

    Ist die Todesstrafe in gewissen Fällen gerechtfertigt?

    Pike war zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt. 1995 hatten drei Teenager das Opfer in einem abgelegenen Gebiet nahe der University of Tennessee in Knoxville gefoltert und getötet.

    Gerichtliche Würdigung von Traumata

    Die zum Tode verurteilte Pike habe Zweifel an der Rechtmässigkeit des vorigen Verfahrens dargelegt, die nun geprüft werden müssten, entschied ein Berufungsgericht am Mittwoch. Zentraler Punkt dabei ist die gerichtliche Würdigung von Traumata, die Pike eigenen Angaben zufolge als Kind erlitt.

    Die Verurteilte machte vor Gericht geltend, der Bundesstaat Tennessee habe sie als Lügnerin abgetan und ihre Angaben zu erlittenem Missbrauch für fabriziert gehalten. Dann habe der Bundesstaat den Missbrauch später jedoch doch als solchen anerkannt.

    Pike ist nach Angaben der offiziellen Webseite der Regierung von Tennessee die einzige Frau, die derzeit im Todestrakt des US-Bundesstaates eine Strafe verbüsst. Sie wäre laut der Forschungseinrichtung Cornell Center on the Death Penalty Worldwide die erste Frau seit 1819, die in Tennessee hingerichtet wird.

    Eilantrag war vergebens

    In dem Eilantrag an das Oberste US-Gericht warf der Staat Tennessee der Verteidigung Pikes unter anderem eine bewusste Verzögerungstaktik in letzter Minute vor, um die Vollstreckung zu verhindern.

    Zudem sahen die Kläger geringe Erfolgsaussichten für die Verurteilte: Die Grausamkeit und Schwere des Mordes wogen rechtlich so schwer, dass selbst das vor Gericht geltend gemachte Kindheitstrauma die Todesstrafe nicht verhindert hätte.

    pike
    Die heute 50-jährige Christa Pike wurde 1996 für den Mord an einer damals 19-jährigen Bekannten zum Tode verurteilt. - keystone

    Pike hingegen argumentierte in einer Antwort vor dem Supreme Court, dass dem Bundesstaat kein irreparabler Schaden entstehe, wenn der Eilantrag abgelehnt werde. Sollte ihm dagegen stattgegeben werden, würde Pike ihr Leben verlieren.

    Kommentare

    User #3882 (nicht angemeldet)

    Wüsste nicht wieso man für Häftlinge bezahlen soll. Jemand der ein anderes Leben ausgelöscht hat und das noch mit spass hat jedes Re ht auf leben verwirkt. Die kostet nur jedem Bürger Steuergelder. Das sollten wir hier längst auch einführen

    User #3882 (nicht angemeldet)

    Juhu

    Weiterlesen

    Christa Pike (50)
    9 Interaktionen
    Cincinnati
    Christa Pike (50)
    Washington

    MEHR IN POLITIK

    9 Interaktionen
    Berlin
    2 Interaktionen
    Zürich
    Türkei Fahne
    Istanbul

    MEHR GERICHT

    3 Interaktionen
    Budapest
    Hayden Panettiere Wladimir Klitschko
    Nach Panettieres Tod
    1 Interaktionen
    Belfast
    Meta
    1 Interaktionen
    Santa Fe

    MEHR AUS USA

    GTA 6
    5 Interaktionen
    Leonida
    Pentagon
    6 Interaktionen
    Washington
    Microsoft
    8 Interaktionen
    Freigabe