Neues Referendum zum Brexit würde Grossbritannien noch mehr spalten

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    Grossbritannien,

    Für das britische Parlament steht die Abstimmung über den EU-Austritt kurz bevor. Brexit-Minister Stephen Barclay warnt nun vor einer neuen Volksabstimmung.

    Britische Flaggen wehen in der Nähe des berühmten Uhrturms Big Ben.
    Großbritanniens Brexit-Minister Stephen Barclay warnt vor einer neuen Volksabstimmung. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Brexit-Minister Stephen Barclay hat vor einer neuen Volksabstimmung gewarnt.
    • Ein zweites Referendum würde im Land zu noch mehr Uneinigkeit führen.
    • Das britische Parlament soll in der dritten Januar-Woche über den EU-Austritt abstimmen.

    Kurz vor der richtungsweisenden Abstimmung im britischen Unterhaus über den EU-Austrittsvertrag hat Grossbritanniens Brexit-Minister Stephen Barclay vor einer neuen Volksabstimmung gewarnt. «Ein zweites Referendum würde noch mehr Uneinigkeit auslösen. Das jetzige Mass, in dem Grossbritannien zerrissen ist, wäre klein im Vergleich zu den Spannungen, die eine zweite Abstimmung verursachen würde. Es würde unsere Nation weiter spalten», sagte Stephen Barclay der «Welt» und anderen europäischen Zeitungen.

    Ein zweites Referendum sei zeitlich vor den Europa-Wahlen Ende Mai auch nicht umsetzbar. «Vor den Wahlen zum Europäischen Parlament kann ein Referendum nicht mehr stattfinden. Dann aber müssten in Grossbritannien Europawahlen stattfinden, was einen riesigen demokratischen Schaden bedeutet, weil die Bürger für den Austritt gestimmt haben, nun aber Ende Mai trotzdem noch einmal wählen sollen», betonte er.

    Abstimmung kurz bevor

    Das britische Parlament soll in der dritten Januar-Woche über den mit Brüssel ausgehandelten Vertrag über den EU-Austritt abstimmen. Wird er abgelehnt, wonach es bislang aussieht, droht am 29. März ein ungeregeltes Ausscheiden des Landes aus der EU. Tausende Regeln für den grenzüberschreitenden Handel und Verkehr zwischen Grossbritannien und der EU würden abrupt ungültig werden. Grenzkontrollen müssten eingeführt werden. Angesichts der heiklen Ausgangslage wird in Grossbritannien auch immer wieder über ein weiteres Referendum debattiert.

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