Murmu als neue Präsidentin Indiens vereidigt

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    Droupadi Murmu ist als erste Vertreterin einer benachteiligten indigenen Minderheit als neue Präsidentin Indiens vereidigt worden.

    Indiens neue Präsidentin Droupadi Murmu
    Indiens neue Präsidentin Droupadi Murmu - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Droupadi Murmu ist als zweite Frau als Präsidentin Indiens vereidigt worden.
    • Die erste Vertreterin einer indigenen Minderheit stärkt die Position von Premier Modi.

    Zum ersten Mal ist in Indien eine Vertreterin einer indigenen Minderheit als Präsidentin vereidigt worden.

    Es sei für sie eine «enorme Genugtuung», dass Menschen, die «jahrhundertelang benachteiligt waren», sich nun «in mir wiedererkennen». Das sagte Droupadi Murmu am Montag, nachdem sie ihren Amtseid vor dem indischen Parlament geleistet hatte.

    Mit Murmu, die der indigenen Gruppe der Santal angehört, rückt zum zweiten Mal eine Frau an die Staatsspitze. Dort wird sie vor allem repräsentative Aufgaben haben.

    Murmu besuchte Gandhi-Merkmal

    Vor ihrer Vereidigung besuchte die im ostindischen Bundesstaat Odisha geborene Murmu ein Denkmal für den indischen Unabhängigkeitshelden Mahatma Gandhi. Murmu war vergangene Woche mit 64 Prozent der rund 5000 Abgeordneten der beiden Parlamentskammern sowie der regionalen Parlamente gewählt worden.

    Die 64-jährige Politikerin war zuvor von der hindu-nationalistischen Regierungspartei BJP von Premierminister Narendra Modi nominiert worden. Murmu folgt auf Ram Nath Kovind, der der Dalit-Kaste, der niedrigsten im hinduistischen Kastensystem, angehört. Bevor sie in die Politik wechselte, hatte sie als Lehrerin im östlich gelegenen Bundesstaat Odisha gearbeitet. Zuletzt war sie Gouverneurin des benachbarten Bundesstaates Jharkhand.

    Beobachter gehen davon aus, dass Murmus Wahl Premier Modis Basis bei ärmeren indigenen Gemeinschaften stärken wird. So werden dessen Chancen auf einen Wahlsieg im Jahr 2024 erhöht. Im politischen System Indiens entfällt der grösste Teil der Regierungsmacht auf den Premierminister. Die Präsidentin kann bestimmte Gesetzentwürfe aber ans Parlament zurücksenden und hat eine zentrale Rolle bei der Regierungsbildung.

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