Macron ruft zu Krisensitzung – Schulproteste weiten sich aus

    Keystone-SDA
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    Frankreich,

    Angesichts der ausufernden Proteste in Frankreich will Präsident Emmanuel Macron nach französischen Medienberichten am Abend auf einer Krisensitzung über die Lage beraten. Daran teilnehmen sollen Premierminister Sébastien Lecornu, Innenminister Laurent Nuñez sowie Bildungsminister Édouard Geffray, berichteten zunächst der Sender BFMTV sowie die Zeitungen «Le Monde» und «Le Parisien» unter Verweis auf Informationen aus dem Élysée-Palast. Macron hatte sich bislang nicht in den Umgang mit den Schülerprotesten eingeschaltet, die vor einer Woche begannen.

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    Emmanuel Macron ruft zu einer Krisensitzung. - keystone

    Während eines landesweiten Protesttags an diesem Dienstag kam es in Paris und zahlreichen Grossstädten zu Demonstrationen, an denen sich nach Angaben des Innenministeriums 256.000 Menschen beteiligten. Alleine in Paris kamen demnach 56.000 Menschen zu einem Protestzug zusammen. Bildungsgewerkschaften sprachen von frankreichweit 450.000 Teilnehmern bei den Demonstrationen. Die Gewerkschaften hatten sich erstmals dem Protest der Schüler für eine bessere Ausstattung der Schulen und bessere Lernbedingungen angeschlossen – ebenso waren Lehrer und Eltern dabei.

    Die Sorge der Regierung ist, dass die Proteste sich – angefacht durch hohe Spritpreise und Lebenshaltungskosten – auf andere Bereiche ausweiten könnten und so etwas wie ein zweiter Gelbwestenprotest entsteht, der Frankreich 2019 längere Zeit in Atem hielt.

    Mitten in den andauernden Protesten empfängt Macron an diesem Mittwoch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu einem Staatsbesuch in Frankreich.

    Kommentare

    User #6550 (nicht angemeldet)

    Macron macht, wenns ums volk geht nur fehler, er ebnet geradezu den weg für le pen..

    User #3463 (nicht angemeldet)

    Fridays for Future mal anders, Hauptsache es keinen Unterricht und auch keine Klassenarbeiten. Dass auch noch die französische Linke und die Gewerkschaften dahinter stehen, macht es umso schöner. Ein Glück, dass es keine Rechten waren, denn sonst wäre die Hölle los. Da würde die versammelte Presse sofort Panzer und Tränengas fordern. Die Geschichte mit der besseren Bildung, kann man natürlich vergessen. Dass es in der Schule nicht um Bildung geht, sondern um Selektion, sollte sich bis nach Frankreich rumgesprochen haben. Niemand will aussortiert werden.

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