Kritik an Merz wegen neuer Krankschreibungspläne
Die deutsche Bundesregierung unter Friedrich Merz plant eine Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag. Die Reform sorgt für eine breite politische Debatte.

Die deutsche Bundesregierung unter Friedrich Merz treibt eine Reform der Krankschreibungsregeln voran. Künftig soll eine ärztliche Bescheinigung bereits ab dem ersten Krankheitstag verpflichtend werden.
Die geplante Neuregelung sorgt in Berlin für eine intensiv geführte politische Debatte. Im Zentrum stehen Fragen nach Belastung, Vertrauen und organisatorischen Folgen im Gesundheitssystem.
Ricarda Lang äusserte laut dem «Merkur» deutliche Kritik an den Plänen der Bundesregierung. Die 32-jährige Grünen-Politikerin ist frühere Bundesvorsitzende der Partei und Bundestagsabgeordnete.
Ricarda Lang wirft Friedrich Merz Empathieproblem vor
In einem Instagram-Video sprach sie von erheblichen Risiken für Beschäftigte und Versorgung. Sie warf Merz mangelnde Empathie gegenüber Arbeitnehmern vor, wie die «Bild» schreibt.
Zudem sprach sie von einem Signal, das Kranke strukturell unter Druck setze. Friedrich Merz verteidigte die geplante Regelung laut dem «Merkur» in der Talkshow «Maybrit Illner».
SPD-Chef Lars Klingbeil relativierte laut der «Frankfurter Rundschau» einzelne Elemente der geplanten Ausgestaltung. Er betonte, dass der Gesetzgebungsprozess noch offen sei und Anpassungen möglich bleiben.
Kritik an Reform der Krankschreibung wächst in Ärzteschaft und Opposition
Der «Frankfurter Rundschau» zufolge steht insbesondere das Ende der telefonischen Krankschreibung in der Kritik. Fachkreise warnen vor zusätzlichen Belastungen und steigenden Patientenzahlen in Praxen.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung warnt vor zusätzlicher Bürokratie im Alltag. Die Praxisorganisation könne dadurch weiter unter Druck geraten und Wartezeiten steigen.

Die Linkspartei kritisierte die Reformpläne als sozial unausgewogen. Sie stellt die Wirksamkeit der steuerlichen Entlastungen für kleine Einkommen infrage.












